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Zu Unrecht ist der "Faust" von Louis Spohr in den Spielplänen der Gegenwart nur selten zu finden - soll er doch Carl Maria von Weber, der die Oper als Dirigent 1816 in Prag erfolgreich aus der Taufe hob, durchaus als Vorbild zu seinem "Freischütz" gedient haben.Wie viele Zeitgenossen fasziniert von der mittelalterlichen Ritter- und Schauerromantik sowie dem Volksbuch vom Dr. Faust, komponiert Spohr in seinem Musikdrama das tragische Schicksal eines innerlich Zerrissenen, der sich durch gute Taten vergeblich von seinem Pakt mit dem Teufel zu befreien sucht: Was immer Faust auch beginnt - sein Dämon gibt ihn nicht mehr frei und seine menschlichen Schwächen tragen den Sieg davon.So gelingt es Mephisto, eine Verbindung von Faust mit seinem Röschen zu verhindern, da wahre Liebe ihn erlösen könnte. Statt dessen hilft er Faust, die Braut des Grafen Hugo, die schöne Kunigunde, aus den Händen eines Entführers zu retten. Dass Faust Kunigunde begehren und verführen wird, obwohl sie einem anderen gehört, ist vom Teufel geplant: Statt zum Retter der Menschheit wird Faust zum Mörder an Hugo, zerstört das Leben von Kunigunde ebenso wie das von Röschen und kann zum Schluss seinen Weg nur noch in Richtung Hölle fortsetzen.Musikalische Leitung: GMD Michele CarulliInszenierung: Horst Otto KupichBühnenbild: Stefan WielKostüme: Ella SpäteChoreinstudierung: Sebastian Matthias FischerChoreographie: Katrin Wolframwww.lielux.de