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Dienstag, 28. August 2007

Dienstag, 28. August 2007

from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on August 28, 2007
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Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. ATHEN: In Griechenland kämpft die Feuerwehr weiter gegen die verheerenden Waldbrände. Auf der Halbinsel Peloponnes lodern mehrere Großbrände und dutzende kleinere Feuer. Auf der Insel Euböa bewegt sich eine kilometerlange Feuerfront in Richtung Ägäis. Mehrere hundert Einwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Landesweit kamen 63 Menschen ums Leben, rund 3.000 wurden obdachlos. Die griechische Regierung versprach den Geschädigten eine Soforthilfe von 200 Millionen Euro. Durch die Brandkatastrophe gerät die Regierung von Ministerpräsident Kostas Karamanlis zunehmend unter Druck. In Athen zogen Demonstranten zum Parlament und forderten ihren Rücktritt. Laut Beobachtern sind Brandstiftungen im Zusammenhang mit Bodenspekulationen Ursache für einen Großteil der Brände. Die polizeilichen Ermittlungen sollen jetzt vom Geheimdienst und einer Anti-Terror-Einheit unterstützt werden. ANKARA: Die Wahl des neuen türkischen Präsidenten geht an diesem Dienstag in die dritte und entscheidende Runde. Aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Ahmet Necdet Sezer ist Außenminister Abullah Gül von der religiös-konservativen Regierungspartei AKP. In diesem Wahlgang reicht die absolute Mehrheit im Parlament, über die die AKP verfügt. In den ersten beiden Wahlgängen hatte Gül die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt. Die weltlichen Eliten der Türkei haben Güls Bewerbung wegen seiner islamistischen Vergangenheit mit Misstrauen verfolgt. Gül hat mehrfach Vorwürfe zurückgewiesen, er wolle die verfassungsmäßige Trennung von Staat und Religion aufheben. JERUSALEM: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist in Jerusalem mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert zusammengekommen. Dabei soll es um bilaterale Sicherheitsfragen gehen. Vor dem Treffen forderte Abbas substanzielle Verhandlungen. Gespräche, an deren Ende nicht mehr als eine Prinzipienerklärung stehe, reichten nicht aus. Es ist das vierte Treffen der beiden Politiker seit der gewaltsamen Machtergreifung durch die radikalislamische Hamas im Gazastreifen. Es dient als Vorbereitung auf die für November geplante internationale Nahost-Konferenz, bei der über die Gründung eines Palästinenserstaates verhandelt werden soll. KABUL: Südkoreanische Diplomaten und Vertreter der afghanischen Taliban-Miliz haben ihre direkten Verhandlungen über eine Freilassung von 19 südkoreanischen Geiseln fortgesetzt. Beide Seiten kamen in einem Büro des Afghanischen Roten Halbmonds in der Stadt Ghasni zusammen. Die islamistischen Taliban fordern die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen. Weiter in Geiselhaft ist auch ein 62-jähriger deutscher Bauingenieur. Bei Kämpfen im Süden Afghanistans wurden nach Militärangaben 21 Aufständische getötet. An den Gefechten in den Provinzen Kandahar und Helmand waren internationale und einheimische Truppen beteiligt. PEKING: Kanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem China-Besuch mehr Pressefreiheit angemahnt. In einer Rede in der Akademie der Sozialwissenschaften in Peking sagte sie, der wirtschaftliche Aufstieg müsse einhergehen mit einem Mehr an internationaler Verantwortung. Bei einem anschließenden Treffen mit der Nummer Zwei im Land, Parlamentschef Wu Bangguo, setzte sich Merkel für ein Mediengesetz und die bessere rechtliche Absicherung von Journalisten ein. Zuvor hatte sie sich in ihrem Hotel von vier regime-kritischen Journalisten über deren Arbeit unterrichten lassen. Nach Ansicht der Kanzlerin wird die Menschenrechtsdiskussion vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking noch an Fahrt gewinnen, da die Welt darauf schauen werde, wie sich China auch im Hinblick auf Meinungs- und Pressefreiheit präsentiere. LEIPZIG: Der Bundesgerichtshof verhandelt darüber, ob der so genannte Ehrenmordprozess neu aufgerollt werden muss. Im April 2006 war der jüngere Bruder der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü wegen Mordes an seiner Schwester zu einer mehr als neunjährigen Jugendstrafe verurteilt worden. Seine beiden älteren Brüder wurden mangels Beweisen frei gesprochen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte Berufung gegen das Urteil mit der Begründung eingelegt, die Beweisführung sei lückenhaft gewesen. Die beiden freigesprochenen Brüder müssten deshalb erneut vor Gericht gestellt werden. Hatun Sürücü war Anfang 2005 an einer Berliner Bushaltestelle erschossen worden. Zwischen der alleinerziehenden Mutter und ihrer strenggläubigen moslemischen Familie hatte es Spannungen wegen ihres Lebenstils gegeben. BERLIN: Die Gewerkschaft der Lokführer hat darüber beraten, ob sie das Schlichterangebot im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn annimmt oder nicht. Im Tagesverlauf wollen beide Seiten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz das Ergebnis bekanntgeben. Seit Mitte des Monats hatten die CDU-Politiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf versucht, einen Kompromiss herbeizuführen. Die Gewerkschaft fordert einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer sowie Lohnerhöhungen von 31 Prozent. Die Bahn lehnt das ab. Sie verweist auf entsprechende Tarifabschlüsse mit den beiden anderen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA. Danach werden die Löhne um 4,5 Prozent erhöht. LEIPZIG: Das Finanzloch der schwer angeschlagenen sächsischen Landesbank ist nach einem Pressebericht noch größer als bisher bekannt. Die 'Leipziger Volkszeitung' berichtet, aus Kapitalmarktgeschäften drohten Verluste in Höhe von 660 Millionen Euro. Zudem gebe es weitere Risiken von 14 Milliarden Euro, die noch nicht endgültig geprüft worden seien. Die SachsenLB war im Zuge der US-Immobilienkrise in schwere Schieflage geraten. Am Sonntag hatte die Landesbank Baden-Württemberg das Leipziger Geldhaus übernommen. Der Kaufpreis soll erst zum Jahresende festgelegt werden. BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat davor gewarnt, der Wettlauf um die mögliche Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen in der Arktis gefährde das friedliche Zusammenleben der Nationen. In einem Gastbeitrag der Tageszeitung 'Die Welt' schreibt er, wenn das ewige Eis schmelze seien nicht nur die Eisbären in Gefahr. Im hohen Norden könnten dann auch Verteilungskonflikte um Rohstoffe und Ressourcen drohen. Eine globale Zusammenarbeit sei daher notwendig, unter anderem auch zur Sicherung der Energie und zum Klimaschutz. Steinmeier besucht auf seinem Weg in die USA derzeit Norwegen. Unter dem Nordpol hatte vor kurzem Russland mit dem Aufstellen seine Nationalflagge seine Ansprüche auf die Polarregion dokumentiert. Mehrere weitere Staaten erheben ebenfalls Anspruch auf die Region. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter bis wolkig. Südlich der Donau sowie am Hochrhein einzelne Schauer möglich. Tageswerte zwischen 17 und 25 Grad.
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Dienstag, 7. August 2007

Dienstag, 7. August 2007

from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on August 07, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag PEKING: Menschenrechtsorganisationen haben China ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking vorgeworfen, die bei der Bewerbung um die Austragung gemachten Zusagen nicht einzuhalten. Amnesty International stellt in einem Bericht fest, die Spiele würden unter dem Vorwand einer notwendigen Sicherheit genutzt, um verstärkt gegen Kritiker vorzugehen. Human Rights Watch und das Komitee zum Schutz von Journalisten forderten China auf, ausländische Journalisten nicht weiter in ihrer Arbeit zu behindern. Es habe sich gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee verpflichtet, eine freie Berichterstattung sicherzustellen. PANMUNJOM: In der Stadt Panmunjom an der Waffenstillstandslinie zwischen Süd- und Nordkorea haben zweitägige Expertengespräche über die Umsetzung des Atomabkommens mit Nordkorea begonnen. Dabei geht es darum, wie Nordkorea die im Februar zugesagte Wirtschaftshilfe zur Verfügung gestellt wird. Es erhält diese Hilfe im Gegenzug für den Stopp seines kompletten Atomprogramms. Bis zur nächsten Runde der Sechs-Staaten-Verhandlungen voraussichtlich im September in Peking wollen sich die Experten noch mehrfach treffen. Südkoreas Delegationsleiter Chun Yung-Woo bezeichnete das Treffen in Panmunjom als historisch. Die Stadt sei ein Symbol der Teilung durch den Kalten Krieg, die hoffentlich durch einen Friedensprozess parallel zum Abrüstungsprozess beseitigt werde. KABUL: Die radikal-islamischen Taliban haben einen Gefangenentausch angeboten. Ihr Sprecher sagte der südkoreanischen Agentur Yonhap, falls weibliche Taliban-Gefangene aus afghanischen Gefängnissen freikämen, könnten einige der 18 weiblichen südkoreanischen Geiseln auf freien Fuß gesetzt werden. Die afghanische Regierung lehnt eine Gefangenenfreilassung mit der Begründung ab, dies sei ein Signal für noch mehr Entführungen. Südkoreas Außenminister Song Min Soon wies derweil Berichte zurück, zwei der entführten Frauen seien schwer erkrankt. Generell könnten Geiseln nach 20 Tagen Gefangenschaft nicht mehr völlig gesund sein. LONDON: Im Süden Englands ist ein zweiter Hof von der Maul- und Klauenseuche betroffen. Die Behörden bestätigten nach Labortests einen Anfangsverdacht. Der Hof liegt in der Nähe des Betriebs, auf dem das Virus erstmals aufgetreten ist. Mehr als 50 Tiere waren bereits vorsorglich gekeult worden. Die EU-Kommission verhängte ein weit reichendes Exportverbot für gefährdete Tiere sowie Milch- und Fleischprodukte aus Großbritannien. Nach Angaben der Bundesregierung gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Seuche nach Deutschland gelangt sein könnte. Britische Seuchenschutz-Experten suchen noch immer nach der Herkunft des Virus. Weiterhin in Verdacht stehen zwei tiermedizinische Labore. BERLIN: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn haben Gewerkschaft und Unternehmensleitung einen Kompromiss in letzter Minute ausgeschlossen. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale betonte, den von der Lokführergewerkschaft GDL geforderten eigenen Tarifvertrag für das Fahrpersonal werde es definitiv nicht geben. Deshalb werde die Bahn auch nicht dem GDL-Ultimatum nachkommen, bis Dienstagabend ein verbessertes Angebot vorzulegen. Gewerkschaftschef Manfred Schell bekräftigte, dass der eigene Tarifvertrag unverhandelbar sei. Allerdings könne mit der Konzernleitung über die Lohnforderung von 31 Prozent gesprochen werden. Zum Auftakt des Ausstandes will die GDL ab Donnerstag zunächst den Güterverkehr bestreiken. Dies wird aber vermutlich Auswirkungen auf die Personenbeförderung haben. TIFLIS/MOSKAU: Georgien hat Russland vorgeworfen, russische Kampfflugzeuge hätten eine Bombe über georgischem Territorium abgeworfen. Die Bombe sei über einem Dorf nahe der abtrünnigen Provinz Süd-Ossetien abgeworfen worden, sei aber zum Glück nicht explodiert. Innenminister Wano Merabischwili sprach von einem 'Akt der Aggression'. Russland wies den Vorwurf zurück. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, es seien weder am Montag noch an diesem Dienstag Einsätze über Georgien geflogen worden. Russland unterstützt die Abspaltungsbemühungen Süd-Ossetiens finanziell und moralisch. Georgien ist gegen eine Unabhängigkeit der Provinz. DILI: In der Hauptstadt Ost-Timors und zwei weiteren Distrikten im Osten des Landes ist es nach der Ernennung eines neuen Regierungschefs zu Unruhen gekommen. Randalierende Jugendliche, zumeist Anhänger der Fretilin-Partei, blockierten Straßen und bewarfen Sicherheitskräfte mit Steinen. Anlass war der Auftrag von Präsident José Ramos-Horta an seinen Vorgänger im Amt, Xanana Gusmao, eine Regierung zu bilden. Weder seine Partei noch die Fretilin hatten bei der Wahl im Juni genug Stimmen bekommen, um alleine regieren zu können. Die Fretilin, die mehr Stimmen erhielt, warf Ramos-Horta vor, mit dem Auftrag zur Regierungsbildung an Gusmao gegen die Verfassung zu verstoßen. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:Im Nordosten viel Sonnenschein. Nach Westen und Süden hin wolkig bis stark bewölkt mit Regen und Gewitterschauern. Höchsttemperaturen 18 bis 30 Grad.
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Sonntag, 1. Juli 2007

Sonntag, 1. Juli 2007

from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on July 01, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag LONDON: Nach dem Anschlag auf den Flughafen von Glasgow und den Bombenfunden in London hat die britische Regierung um Verständnis für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gebeten. Die Bevölkerung müsse sich auf zusätzliche Kontrollen an Flughäfen und die Durchsuchung von Autos einstellen, sagte Premierminister Gordon Brown. Zugleich betonte der neue Regierungschef, Großbritannien lasse sich nicht einschüchtern. Bei einer Razzia in der nordenglischen Grafschaft Cheshire wurden in der Nacht zum Sonntag zwei Verdächtige festgenommen. Sie wurden inzwischen zum Verhör nach London gebracht. In Polizeigewahrsam befinden sich auch die beiden Männer, die am Samstag mit einem Geländewagen in ein Terminalgebäude des Glasgower Flughafens gerast waren. WASHINGTON: Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse in Großbritannien verschärfen auch die USA ihre Sicherheitsvorkehrungen im Flugverkehr. Reisende müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen. Auch andere Massentransportmittel sollen besser überwacht werden, wie die Regierung in Washington mitteilte. Dabei handele es sich um Vorsichtsmaßnahmen, auch mit Blick auf den bevorstehenden Nationalfeiertag am 4. Juli, sagte Heimatschutzminister Michael Chertoff. In Deutschland sollen die Sicherheitsvorkehrungen nach Auskunft des Bundesinnenministeriums nicht noch einmal verschärft werden. TEL AVIV: Bei Luftangriffen der israelischen Armee sind im Gazastreifen sieben Palästinenser getötet worden. Ein Militärsprecher teilte mit, bei allen Getöteten handele es sich um Mitglieder der militanten Palästinensergruppe 'Islamischer Dschihad'. Die Extremisten hätten Anschläge auf Israelis verübt oder geplant. Dagegen hieß es von palästinensischer Seite, drei der Toten seien Zivilisten gewesen. WASHINGTON: Die USA und Südkorea haben ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Dieses werde die ohnehin gute Partnerschaft zwischen beiden Ländern weiter verbessern, sagte US-Präsident George W. Bush. Zugleich forderte er den Kongress auf, den Vertrag zu ratifizieren, weil dadurch der Export angekurbelt werde. Kritiker befüchten hingegen Arbeitsplatzverluste in der amerikanischen Automobilbranche. HONGKONG: Am zehnten Jahrestag der Rückgabe Hongkongs an China haben in der früheren britischen Kronkolonie mehrere zehntausend Menschen für freie Wahlen demonstriert. Der Protestmarsch formierte sich nach einer Rede des chinesischen Staats- und Parteichefs Hu Jintao, die als indirekte Warnung an die Befürworter von mehr Demokratie gewertet wurde. Hu hatte erklärt, dass die nationale Einheit Chinas über den Einzelinteressen der heutigen Sonderverwaltungsregion Hongkong stehe. Zugleich würdigte er die Leistungen der Wirtschaftsmetropole. - Nach mehr als 150 Jahren britischer Herrschaft war Hongkong am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben worden. DHAKA: Bei einem Tropensturm im Golf von Bengalen sind zahlreiche Fischerboote gesunken. Nach Angaben der Behörden fehlt von etwa 40 Fischern aus Bangladesch jede Spur. Die Vermissten hatten Sturmwarnungen ignoriert. LISSABON: Portugal hat turnusgemäß für ein halbes Jahr die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernommen. Die deutsche Ratspräsidentschaft ist damit zu Ende. Wichtigste Aufgabe des portugiesischen Vorsitzes wird es sein, die Verhandlungen über den neuen EU-Grundlagenvertrag erfolgreich zu Ende zu führen. Der Vertrag war unter deutscher Federführung beim EU-Gipfel in Brüssel vereinbart worden. Zudem will Portugal die strategische Partnerschaft der Europäer mit Afrika sowie die Zusammenarbeit der EU mit Brasilien ausbauen. BERLIN: SPD-Fraktionschef Peter Struck hat sich gegen Überlegungen seiner Fraktion gewandt, die Elitesoldaten des "Kommandos Spezialkräfte" der Bundeswehr - kurz KSK - nicht mehr für den Einsatz in Afghanistan bereitzustellen. Er sei dafür, diese Soldaten weiterhin für den US-geführten Anti-Terror-Einsatz in Afghanistan zur Verfügung zu stellen, sagte Struck im Deutschlandfunk. Die bis zu 100 Mann der Spezialtruppe KSK sind allerdings in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr angefordert worden. Im Herbst will der Bundestag über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr entscheiden, die vor allem als Teil der internationalen Schutztruppe ISAF agiert. Verteidigungsminister Franz Josef Jung sprach sich gegen Vorschläge aus, die verschiedenen Mandate zusammenzulegen. BERLIN: Bei der Deutschen Bahn zeichnet sich ein flächendeckender Arbeitskampf ab. Nachdem sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auch bei einer letzten Verhandlungsrunde vor dem Ende der Friedenspflicht nicht auf einen Abschluss einigen konnten, kamen in Berlin die Gremien der Gewerkschaften Transnet und GDBA zusammen. Sie wollen über die Aufnahme des Streiks beraten. Die Arbeitgeber hatten bis zuletzt die Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn für die rund 134.000 Beschäftigten als nicht akzeptabel abgelehnt. KIEL: Nach den Störfällen in den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel hat die für Reaktorsicherheit zuständige Landesministerin von Schleswig-Holstein, Gitta Trauernicht, ein Ende der Debatte über den vereinbarten Atomausstieg verlangt. Die Unternehmen hätten bereits jetzt viel Zeit bei der Umstellung auf andere Energiearten verloren, sagte die SPD-Politikerin. Während das Atomkraftwerk Brunsbüttel wieder ans Netz gehen sollte, bleibt der Reaktor in Krümmel bis auf weiteres stillgelegt. KLAGENFURT: Der deutsche Schriftsteller Lutz Seiler hat den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen, eine der bedeutendsten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Die Jury in Klagenfurt würdigte mit ihrer Entscheidung vor allem Seilers bislang unbekannte Reisebeschreibung "Turksib". Der Bachmann-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es ist wechselhaft oder bewölkt, im Süden und Osten gibt es längere sonnige Abschnitte. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 19 und 28 Grad.Am Vormittag meldeten:Hamburg: 15 Grad, etwas Regen;Dresden: 19 Grad, wolkig;Berlin und Frankfurt/Main: 17 Grad, bewölkt;Köln/Bonn und München: 19 Grad, leicht bewölkt.
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Samstag, 05.05.2007

Samstag, 05.05.2007

from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on May 05, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag YAOUNDÉ: In Kamerun ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein kenianisches Passagierflugzeug abgestürzt. Die Maschine mit 114 Insassen sei im Süden des Landes kurz nach ihrem Start in der Hafenstadt Douala verunglückt, heißt es in Rundfunkberichten. An Bord der Boeing 737 waren nach Angaben der Fluggesellschaft Kenya Airways auch mehrere Europäer, aber keine Deutschen. Die Maschine war kurz nach dem Start in Douala von den Radarschirmen verschwunden. Sie war auf dem Weg in die kenianische Hauptstadt Nairobi. BERLIN: Die Entscheidung über eine Begnadigung des früheren RAF-Terroristen Christian Klar steht unmittelbar bevor. Bundespräsident Horst Köhler werde seinen Entschluss im Laufe der kommenden Woche bekannt geben, sagte ein Sprecher des Bundespräsidialamts. Am Freitag hat sich Köhler den Angaben zufolge persönlich mit Klar getroffen. Der frühere Terrorist der Rote Armee Fraktion sitzt seit 24 Jahren im Gefängnis. Er war wegen seiner Beteiligung an dem rund 30 Jahre zurückliegenden Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback verurteilt worden. Zuletzt waren neue Zweifel aufgekommen, welche Rolle Klar bei dem tödlichen Attentat auf Buback und dessen zwei Begleiter gespielt hat. BERLIN: Wenige Tage vor Veröffentlichung der neuen Steuerschätzung hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vor zu großer Euphorie gewarnt. Die erwarteten Mehreinnahmen müssten in erster Linie zum Abbau der Staatsverschuldung eingesetzt werden, sagte Steinbrück. Erst danach könne über weitere Ziele gesprochen werden. Berechnungen seines Ressorts hätten ergeben, dass sich allein der Bund bis 2011 auf zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 90 Milliarden Euro einstellen könne, sagte der Minister. Ein Teil des Geldes sei aber bereits verplant. Der Arbeitskreis Steuerschätzung gibt voraussichtlich am kommenden Freitag seine neue Prognose bekannt. BRÜSSEL: Die Europäische Kommission hat nach der Veröffentlichung des dritten Weltklimaberichts eindringlich vor dem Bau neuer Kohlekraftwerke in Deutschland gewarnt. Braunkohle sei angesichts hoher Treibhausgas-Emissionen die ungünstigste Wahl, sagte Umweltkommissar Stavros Dimas der Zeitung "Bild am Sonntag". Die Bundesrepublik müsse ihre Führungsrolle beim Klimaschutz weiter ausbauen. Nach Plänen der Energiekonzerne sollen in Deutschland in den kommenden Jahren mindestens 26 neue Kohlekraftwerke ans Netz gehen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Weltgemeinschaft zum raschen Handeln auf. Der neue Bericht bestätige, dass der drohende Klimawandel noch entschärft werden könne. - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel kritisierte derweil eine Empfehlung des Weltklimarats, den Anteil der Atomenergie weltweit zu erhöhen. Im Berliner "Tagesspiegel" verwies er auf die Gefahr, dass Diktatoren den Ausbau der Kernenergie zur Herstellung von Atomwaffen nutzten. BETHLEHEM: Der palästinensische Finanzminister Salam Fajjad hat an die Europäische Union appelliert, den Finanzboykott gegen die Autonomiebehörde zu beenden. Fajjad sagte nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, nach der Bildung einer Koalitionsregierung aus der radikalislamischen Hamas und der Fatah von Präsident Mahmud Abbas gebe es keinen Grund mehr für internationale Strafmaßnahmen. Steinmeiers Begegnung mit dem parteilosen Minister in Bethlehem war der erste Kontakt eines ranghohen deutschen Regierungsmitglieds mit einem Vertreter der palästinensischen Koalitionsregierung. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei ihrer Nahostreise im April noch jeglichen Kontakt mit palästinensischen Regierungsmitgliedern abgelehnt. Inzwischen reiste Steinmeier nach Ramallah weiter, wo er unter anderem mit Abbas sprechen will. ISTANBUL: Zehntausende Menschen demonstrieren in den westtürkischen Städten Canakkale und Manisa gegen die islamisch orientierte Regierung der Türkei. Sie tragen Bilder desRepublikgründers Mustafa Kemal Atatürk, der eine strikte Trennung von Religion und Staat eingeführt hatte. Mit den Kundgebungen wollen sie an die Großdemonstrationen In Istanbul und Ankara anknüpfen, bei denen jeweils Hunderttausende gegen eine befürchtete Islamisierung der Türkei protestiert hatten. Am Donnerstag hatte das Parlament in Ankara vorgezogene Neuwahlen für Ende Juli beschlossen. Zuvor hatte das Verfassungsgericht die erste Runde der Präsidentenwahl für ungültig erklärt. Am Sonntag will sich Außenminister Abdullah Gül von der regierenden Partei AKP erneut im Parlament zur Wahl stellen. KYOTO: 13 asiatische Staaten wollen einen gemeinsamen Fonds für ihre riesigen ausländischen Währungsreserven gründen und sich besser für künftige Finanzkrisen wappnen. China, Japan, Südkorea und die zehn Mitglieder des Verbandes Südostasiatischer Staaten kamen überein, dass ein solcher Fonds ein angemessener Weg sei, auf Liquiditätsengpässe in Krisenzeiten zu reagieren. Die Vereinbarung wurde am Rande des Jahrestreffens der Asiatischen Entwicklungsbank in Kyoto verkündet. Die Region verfügt über Währungsreserven in Höhe von 3,1 Billionen US-Dollar. Das entspricht 65 Prozent der Reserven weltweit. Mit Hilfe des Fonds können asiatische Staaten künftig zunächst versuchen, Finanzkrisen regional zu bewältigen, bevor sie um Unterstützung etwa des Internationalen Währungsfonds bitten. PARIS: In den französischen Überseegebieten hat die Stichwahl um die Präsidentschaft begonnen. Wegen der Zeitverschiebung öffneten die ersten Wahlbüros bereits am Samstag und damit einen Tag früher als im Mutterland. Den Anfang machte am Mittag die kleine Inselgruppe Saint-Pierre et Miquelon vor Kanada. Es folgen Gebiete von Französisch-Guyana in Südamerika bis Neukaledonien im Pazifik. In Europa wird am Sonntag gewählt. Rund um den Globus sind insgesamt 44,5 Millionen Franzosen aufgerufen, Ex-Innenminister Nicolas Sarkozy oder die Sozialistin Ségolène Royal zum Staatsoberhaupt zu küren. Das Mandat von Amtsinhaber Jacques Chirac läuft am 16. Mai ab. KOUROU: Eine europäische Trägerrakete des Typs 'Ariane-5' hat zwei Fernseh-Satelliten in den Weltraum gebracht. Im Abstand weniger Minuten wurden die beiden Satelliten in Erdumlaufbahnen ausgesetzt. Es war bereits der zweite erfolgreiche Ariane-Start in diesem Jahr. Ursprünglich sollte die Rakete bereits am Vortag vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana abheben, der Start musste jedoch wegen starker Höhenwinde verschoben werden. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte weiterhin freundlich und trocken bei bis zu 26 Grad. Südlich von Main und Mosel stärker bewölkt, verbreitet Schauer und Gewitter. Höchstwerte hier 13 bis 19 Grad.
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Freitag, 9. März 2007

Freitag, 9. März 2007

from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on March 09, 2007
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Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag. nBRÜSSEL: Im Ringen der EU-Staats- und Regierungschefs um den Ausbau der erneuerbaren Energien hat die deutsche Ratspräsidentschaft einen Kompromiss vorgeschlagen. Nach einem Entwurf für die Schlusserklärung des EU-Gipfels in Brüssel soll der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch bis 2020 wie vorgeschlagen auf 20 Prozent steigen. Doch sollen beim Erreichen dieses Ziels die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der einzelnen EU-Staaten berücksichtigt werden. Damit will Bundeskanzlerin Angela Merkel Ländern wie Frankreich, Tschechien und Polen entgegenkommen, die sehr stark von Atomenergie oder Strom aus Kohle abhängen. nnBERLIN: Der Bundestag stimmt an diesem Freitag über die Entsendung von sechs Tornado-Flugzeugen und bis zu 500 deutschen Soldaten nach Afghanistan ab. Trotz zahlreicher Kritiker in Unionsparteien und SPD wird mit einer breiten Mehrheit für das Vorhaben der großen Koalition gerechnet. Die Tornado-Jets sollen auf Wunsch der NATO in ganz Afghanistan Aufklärungsfotos machen und so das Vorgehen der internationalen Truppen gegen die Taliban unterstützen. SPD-Fraktionschef Peter Struck wies Bedenken wegen eines möglicherweise folgenden Bodentruppen-Einsatzes der Bundeswehr in Südafghanistan zurück. Eine derartige Ausweitung des Mandats werde es mit der SPD nicht geben, sagte Struck im deutschen Fernsehen. nnKABUL: Die afghanische Polizei hat sechs Personen unter dem Verdacht festgenommen, an der Ermordung eines deutschen Entwicklungshelfers beteiligt gewesen zu sein. Der Gouverneur der nördlichen Provinz Sar-e-Pul sagte, es seien zudem 100 zusätzliche Polizisten in das Gebiet entsandt worden, um die Täter zu finden. Er geht nach eigenen Angaben eher von einem terroristischen und keinem kriminellen Hintergrund aus, da nur der Deutsche und nicht auch seine afghanischen Begleiter ermordet worden seien. Präsident Hamid Karsai verurteilte den Mord an dem Mitarbeiter der Welthungerhilfe. Dieser war am Donnerstag im Norden des Landes von Unbekannten überfallen und erschossen worden. nnBERLIN: Die SPD wendet sich gegen das von der US-Regierung in Osteuropa geplante Raketen-Abwehrsystem. Er könne die Sinnhaftigkeit dieser Stationierung nicht sehen, sagte der SPD-Vorsitzende Kurt Beck der "Frankfurter Rundschau". Mit Blick auf einen entsprechenden Vorschlag von Verteidigungsminister Franz-Josef Jung fügte der SPD-Chef hinzu, er könne sich ohne russische Zustimmung keinen Beschluss der NATO vorstellen, die Raketenstationierung vorzunehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich auf der Sicherheitskonferenz in München mit Nachdruck gegen die US-Pläne ausgesprochen. nnWASHINGTON: Die US-Regierung will ein von den Demokraten geplantes Gesetzesvorhaben zum Truppenabzug aus dem Irak mit einem Veto blockieren. Präsidentenberater Dan Bartlett sagte, die Forderungen der Demokraten würden einen überstürzten Abzug bedeuten, der nicht durch die Lage im Irak begründet sei. Das am Donnerstag vorgestellte Vorhaben sieht vor, dass die US-Truppen selbst bei einer Verbesserung der Lage im Irak am 1. März 2008 mit ihrem Abzug beginnen und diesen bis September abschließen. Präsident George W. Bush lehnt bislang einen Zeitplan für ein Ende des Militäreinsatzes im Irak ab. nnSAO PAULO: US-Präsident George W. Bush ist zu Beginn einer fast einwöchigen Reise nach Lateinamerika in Brasilien eingetroffen. Bei seinen Gesprächen in Sao Paulo wird es - wie bei den weiteren Stationen in Uruguay, Kolumbien, Guatemala und Mexiko - in erster Linie um eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit gehen. Die Reise soll nach Einschätzung von US-Diplomaten auch den Einfluss des linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez in Lateinamerika mindern. Schon vor der Ankunft Bushs war es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, nachdem mehr als 6.000 Menschen friedlich durch Sao Paulo gezogen waren. nn