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Mittwoch, 15. August 2007Mittwoch, 15. August 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle
August 15, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch KABUL: Bei einem Anschlag nahe der afghanischen Hauptstadt sind drei deutsche Polizisten getötet worden. Ein weiterer wurde verletzt. Die Beamten seien auf dem Weg zu einem diesntlichen Training gewesen, als ihr Fahrzeug auf einen Sprengsatz fuhr, teilte das Bundesinnenministerium mit. Bei den Toten handele es sich um zwei Personenschützer des Bundeskriminalamtes und einen Beamten der Bundespolizei. Sie waren zum Schutz der deutschen Botschaft und des deutschen Botschafters in Kabul eingesetzt. Innenminister Wolfgang Schäuble und Außenminister Frank-Walter Steinmeier verurteilten den Angriff und sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. Deutschland werde trotz des Anschlags die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte fortsetzen, kündigte Schäuble an. Afghanistan brauche die weitere deutsche Unterstützung. BAGDAD: Bei einer Anschlags-Serie im Nordirak sind mindestens 200 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden. Vier Selbstmordattentäter hatten sich nahezu zeitgleich mit Tanklastwagen in die Luft gesprengt. Die Anschläge ereigneten sich in Siedlungen der Jesiden westlich von Mossul. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen könnte. Es war eine der schwersten Anschlags-Serien seit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen vor vier Jahren. Die Jesiden bilden eine Religionsgemeinschaft, deren Wurzeln in die vorislamische Zeit zurückreichen. Die meisten von ihnen sprechen kurdisch. NEU DELHI: Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen feiert Indien an diesem Mittwoch den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft. Allein in der Hauptstadt Neu Delhi sind rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um mögliche Anschläge zu verhindern. Regierungschef Manmohan Singh rief zum Kampf gegen die Armut auf. Indien dürfe nicht zu einer Nation mit Wachstumsinseln und weiten Regionen ohne jede Entwicklung werden, mahnte der Ministerpräsident vor mehreren tausend Teilnehmern einer Jubiläumsfeier. Bereits am Dienstag hatte das Nachbarland Pakistan vor dem Hintergrund massiver innenpolitischer Probleme seinen 60. Unabhängigkeitstag gefeiert. Indien und Pakistan haben bereits drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um die geteilte Region Kaschmir. Seit 2004 verhandeln beide Atommächte über eine Annäherung. BERLIN: Die Subventionen des Bundes werden zwischen 2005 und 2008 um zwei auf 21,5 Milliarden Euro gesenkt. Das geht aus dem Subventionsbericht von Finanzminister Peer Steinbrück hervor, den das Kabinett an diesem Mittwoch verabschiedt hat. Der größte Teil des Geldes soll durch die Kürzung von Steuervergünstigungen wie der Eigenheimzulage eingespart werden. Das Kabinett tagt zum ersten Mal nach der Sommerpause wieder unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. MOSKAU: Nach dem Anschlag auf den Schnellzug von Moskau nach St. Petersburg fahnden die Behörden nach zwei Verdächtigen. Aufgrund von Zeugenaussagen seien Phantombilder erstellt worden, teilten Beamte der Verkehrspolizei mit. Der Anschlag sei sorgfältig geplant gewesen. Die Täter hätten maximalen Schaden verursachen wollen. Der Schnellzug mit rund 250 Menschen war nach der Detonation einer Bombe entgleist, die an der Strecke versteckt war. 60 Menschen wurden verletzt. Die Polizei geht von einem terrorisischen Hintergrund aus. TOKIO: Am Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg hat Ministerpräsident Shinzo Abe auf einen Besuch des umstrittenen Yasukuni-Schreins verzichtet. Nur ein Kabinettsmitglied und 46 Abgeordnete des Parlaments besuchten den Schrein, um der japanischen Kriegstoten zu gedenken. Der Besuch des Denkmals durch Abes Vorgänger Junichiro Koizumi hatte im vergangenen Jahr heftige Proteste in China und Südkorea ausgelöst. Beide Staaten werfen Japan vor, in Yasukuni auch Kriegsverbrecher zu ehren. Abe äußerte bei einer Gedenkstunde Mitgefühl für das von Japan im Zweiten Weltkrieg verursachte Leid. SEOUL: Das geplante Gipfeltreffen mit Nordkorea soll nach der Vorstellung des südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun den Weg für einen einheitlichen Wirtschaftsraum auf der koreanischen Halbinsel ebnen. In einer Ansprache zum 62. Jahrestag der Befreiung ganz Koreas von japanischer Kolonialherrschaft sagte Roh, dadurch erhielten südkoreanische Unternehmen größere Investitionsmöglichkeiten und der kommunistische Norden die Chance einer wirtschaftlichen Erholung. Bei dem für Ende August geplanten Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il in Pjöngjang wolle er sich für ein Ende des umstrittenen nordkoreanischen Atomprogramms einsetzen, sagte Roh weiter. OTTAWA: Der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper hat sich zu einer Kabinettsumbildung entschlossen, um seine konservative Minderheitsregierung zu festigen. Abgelöst wurde Verteidigungsminister Gordon O'Connor, der wegen des Einsatzes in Afghanistan zunehmend öffentlichen Protest ausgelöst hatte. Neuer Verteidigungsminister ist der bisherige Außenminister Peter MacKay. Dessen Aufgaben übernahm Maxime Bernier, der bislang für die Industriepolitik zuständig war. Harpers Konservative Partei hatte im vergangenen Jahr die Liberalen nach 13 Jahren von der Regierung abgelöst. BONN: Die drastische Erhöhung der Milchpreise hat das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. Die Behörde prüft, ob es in der Branche wettbewerbswidrige Absprachen gab. Ein Sprecher teilte mit, die Kartellwächter hätten in den Büros des Milchindustrie-Verbands -MIV- und der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle in Bonn Unterlagen nach entsprechenden Hinweisen durchsucht. MIV-Präsident Eberhard Hetzner wies den Verdacht koordinierter Preisabsprachen zurück. DUISBURG: Am Duisburger Hauptbahnhof sind sechs Männer erschossen worden. Die Italiener im Alter zwischen 16 und 39 Jahren wurden durch Kopfschüsse getötet. Laut italienischen Medienberichten standen sie möglicherweise in Verbindung zur kalabrischen Mafia. Die Duisburger Polizei wollte sich zu den Hintergründen der Tat bislang nicht äußern. ROM: Im Mittelmeer hat sich eine neue Flüchtlingstragödie ereignet. Die italienische Küstenwache entdeckte vor der Insel Lampedusa die im Meer treibenden Leichen von 14 Flüchtlingen. Sie hätten vermutlich versucht, mit einem Boot von Nordafrika aus nach Italien zu gelangen. teilten die Behörden mit. - Erst vor rund vier Wochen waren vor Lampedusa zahlreiche Menschen ertrunken als ihre beiden Boote untergingen. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und schauerartiger Regen, örtlich auch Gewitter. Im Süden und Osten etwas freundlicher.
Dienstag, 14.8.2007Dienstag, 14.8.2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle
August 14, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag ANKARA: Der türkische Außenminister Abdullah Gül tritt trotz der Kritik des Militärs erneut für das Präsidentenamt an. Er habe die Unterstützung der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP für seine Kandidatur, sagte Gül. Zudem seien seine Gespräche mit der nationalistischen Partei der Nationalen Bewegung über eine Unterstützung zufriedenstellend verlaufen. Er werde auch das Gespräch mit den anderen Fraktionen des Parlaments suchen. Die Wahl ist für den 20. August angesetzt. Gül wollte bereits im April die Nachfolge des noch amtierenden Präsidenten Ahmet Necdet Sezer antreten. Seine Kandidatur hatte zu Massenprotesten und später zu vorgezogenen Neuwahlen geführt. Die einflussreiche weltlich geprägte Elite in der Türkei und das Militär werfen Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor, die strikte Trennung von Religion und Staat aufweichen und das Land schleichend islamisieren zu wollen. Die größte Oppositionspartei, die Republikanische Volkspartei, hatte an Erdogan appelliert, einen Kompromisskandidaten ins Feld zu schicken. WIESBADEN: Die Wirtschaftsleistung in Deutschland hat sich im zweiten Quartal etwas abgeschwächt. Das Statistische Bundesamt gab bekannt, das Bruttoinlandsprodukt sei von April bis Juni nur um 0,3 Prozent gestiegen. Im vorherigen Quartal seien es noch 0,5 Prozent gewesen. Als Hauptgrund wurden die schwachen Investitionen im Bausektor ausgemacht. Auch seien die Bundesbürger weiter zurückhaltend mit Ausgaben für Konsumgüter. Dennoch gehen die Statistiker von einem Gesamtwachstum der Wirtschaft von etwa 2,6 Prozent in diesem Jahr aus, nach 2,9 Prozent im vergangenen Jahr. BERLIN: Die Bundesregierung hält an ihrem Plan fest, auch bei Bundesbeamten die Lebensarbeitszeit zu erhöhen und bei der Altersversorgung zu kürzen. Der 'Bild'-Zeitung sagte Innenminister Wolfgang Schäuble, der entsprechende Gesetzentwurf werde derzeit in der Koalition abgestimmt und solle noch im Herbst auf den Weg gebracht werden. Geplant ist nach 'Bild'-Informationen, das Pensionsalter für Beamte, Soldaten und Richter ab 2012 bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre zu erhöhen. Auch Beamte sollen wie Rentner jedoch nach 45 Berufsjahren weiter abschlagfrei in den Ruhestand gehen können. Die SPD signalisierte wie der Deutsche Beamtenbund Zustimmung zu Schäubles Plänen. In der Rentenversicherung müsse Gleichheit zwischen Rentnern und Pensionären herrschen. BANGKOK: In Thailand ist gegen den gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und dessen Ehefrau Haftbefehl erlassen worden. Das Gericht erklärte, es gebe Hinweise, dass das Paar versuche, sich in einem Korruptionsfall der Strafverfolgung zu entziehen. Dabei geht es um den Verkauf einer wertvollen Immobilie in Bangkok 2003, als Thaksin Regierungschef war. Der Ministerpräsident wurde bei einem Putsch im September vergangenen Jahres gestürzt. Ihm wird Korruption und Machtmissbrauch vorgeworfen. ISLAMABAD: Pakistan feiert an diesem Dienstag den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Die Zeremonien in Islamabad und den Hauptstädten der vier Provinzen erinnern an den 14. August 1947, als mit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft das überwiegend moslemische Pakistan und das hinduistisch geprägte Indien gegründet wurden. Überschattet werden die Feiern von einer innenpolitischen Krise. Präsident Pervez Musharraf rief seine 165 Millionen Landsleute auf, die noch für dieses Jahr geplanten Wahlen zu unterstützen und für gemäßigte Kräfte zu stimmen. Anschläge militanter Moslems haben besonders im Grenzgebiet zu Afghanistan zugenommen, seit die Armee vor einem Monat die von Extremisten besetzte Rote Moschee stürmte. KABUL: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist zu einem Besuch nach Afghanistan gereist. Dort will er mit seinem afghanischen Kollegen Hamid Karsai zusammenkommen. Vor seiner Abreise hatte Ahmadinedschad erklärt, beide Länder müssten ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Entwicklung ausbauen. Aus den USA waren in den vergangenen Wochen Vorwürfe laut geworden, Teheran unterstütze die radikalislamischen Taliban und trage zur Destabilisierung der afghanischen Regierung bei. MOSKAU: Nach einem Bombenanschlag auf den Schnellzug von Moskau nach St. Petersburg hat die russische Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Terrorverdachts eingeleitet. Mindestens 60 Menschen wurden verletzt, als die Lokomotive und mehrere Waggons am Montagabend entgleisten. Nach Angaben der Ermittler wurde an der Unglücksstelle bei Nowgorod ein Sprengsatz gefunden. In dem Reisezug befanden sich rund 250 Personen. Der Lokführer berichtete, er habe unmittelbar vor dem Unfall einen Explosionsknall gehört. Der gesamte Verkehr auf der Strecke -eine der meistbefahrenen in Russland- wurde eingestellt. WASHINGTON: Nach den jüngsten Vorstößen Russlands und Kanadas schicken nun die USA ein Vermessungsschiff in die Arktis. Wissenschaftler betonten, es handele sich um ein seit Jahren geplantes Projekt. Sie räumten jedoch ein, dass die Vermessung der geologischen Formationen nördlich von Alaska auch für die Gewinnung von Bodenschätzen eine Rolle spiele. Russland hatte jüngst eine Flagge auf den Seeboden am Nordpol versenkt, um seinen Anspruch auf das Gebiet geltend zu machen. Kanada kündigte danach den Bau eines neuen Hafens in der Region an. PJÖNGJANG: Durch Überschwemmungen sind in Nordkorea nach offiziellen Angaben hunderte Menschen ums Leben gekommen oder werden vermisst. Mehr als 30. 000 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt. Durch tagelange heftige Regenfälle wurden wichtige Eisenbahnstrecken, Straßen und Brücken zerstört. Zehntausende Hektar Ackerland stehen unter Wasser. Missmanagement im landwirtschaftliche Bereich haben dazu geführt, dass in dem kommunistischen Land seit Jahren Nahrungsmittelknappheit herrscht. Im vorigen Jahr hatte Nordkorea nach einem verheerenden Unwetter Südkorea um Nahrungsmittel und Materialien zur Behebung der Schäden gebeten. PEKING: Beim Einsturz einer neu gebauten Brücke über einen Fluss in Zentralchina sind mindestens 22 Arbeiter ums Leben gekommen. Wie das staatliche Fernsehen berichtet, werden 46 Menschen vermisst. Die Brücke in der Provinz Hunan stand kurz vor ihrer Fertigstellung. Das über 300 Meter lange Bauwerk brach zusammen, als Arbeiter das Gerüst abbauen wollten. LONDON: Umweltschützer haben in der Nähe des Londoner Flughafens Heathrow eine Protestaktion gegen Klimabelastungen durch Flugverkehr begonnen. Mit einem mehrtägigen Zeltlager wollen sie auf den Kohlendioxid-Ausstoß aufmerksam machen. Zugleich richtet sich der Protest gegen Pläne zur Erweiterung des größten europäischen Flughafens durch eine neue Start- und Landebahn. Mehrere hundert Polizisten sind im Einsatz, um eine Ausweitung der Aktion auf das Gelände des Flugplatzes zu verhindern. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter, gebietsweise wolkig. Südlich des Mains kurze Schauer oder Gewitter. Tageswerte zwischen 23 und 28 Grad.
Dienstag, 7. August 2007Dienstag, 7. August 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle
August 07, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag PEKING: Menschenrechtsorganisationen haben China ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking vorgeworfen, die bei der Bewerbung um die Austragung gemachten Zusagen nicht einzuhalten. Amnesty International stellt in einem Bericht fest, die Spiele würden unter dem Vorwand einer notwendigen Sicherheit genutzt, um verstärkt gegen Kritiker vorzugehen. Human Rights Watch und das Komitee zum Schutz von Journalisten forderten China auf, ausländische Journalisten nicht weiter in ihrer Arbeit zu behindern. Es habe sich gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee verpflichtet, eine freie Berichterstattung sicherzustellen. PANMUNJOM: In der Stadt Panmunjom an der Waffenstillstandslinie zwischen Süd- und Nordkorea haben zweitägige Expertengespräche über die Umsetzung des Atomabkommens mit Nordkorea begonnen. Dabei geht es darum, wie Nordkorea die im Februar zugesagte Wirtschaftshilfe zur Verfügung gestellt wird. Es erhält diese Hilfe im Gegenzug für den Stopp seines kompletten Atomprogramms. Bis zur nächsten Runde der Sechs-Staaten-Verhandlungen voraussichtlich im September in Peking wollen sich die Experten noch mehrfach treffen. Südkoreas Delegationsleiter Chun Yung-Woo bezeichnete das Treffen in Panmunjom als historisch. Die Stadt sei ein Symbol der Teilung durch den Kalten Krieg, die hoffentlich durch einen Friedensprozess parallel zum Abrüstungsprozess beseitigt werde. KABUL: Die radikal-islamischen Taliban haben einen Gefangenentausch angeboten. Ihr Sprecher sagte der südkoreanischen Agentur Yonhap, falls weibliche Taliban-Gefangene aus afghanischen Gefängnissen freikämen, könnten einige der 18 weiblichen südkoreanischen Geiseln auf freien Fuß gesetzt werden. Die afghanische Regierung lehnt eine Gefangenenfreilassung mit der Begründung ab, dies sei ein Signal für noch mehr Entführungen. Südkoreas Außenminister Song Min Soon wies derweil Berichte zurück, zwei der entführten Frauen seien schwer erkrankt. Generell könnten Geiseln nach 20 Tagen Gefangenschaft nicht mehr völlig gesund sein. LONDON: Im Süden Englands ist ein zweiter Hof von der Maul- und Klauenseuche betroffen. Die Behörden bestätigten nach Labortests einen Anfangsverdacht. Der Hof liegt in der Nähe des Betriebs, auf dem das Virus erstmals aufgetreten ist. Mehr als 50 Tiere waren bereits vorsorglich gekeult worden. Die EU-Kommission verhängte ein weit reichendes Exportverbot für gefährdete Tiere sowie Milch- und Fleischprodukte aus Großbritannien. Nach Angaben der Bundesregierung gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Seuche nach Deutschland gelangt sein könnte. Britische Seuchenschutz-Experten suchen noch immer nach der Herkunft des Virus. Weiterhin in Verdacht stehen zwei tiermedizinische Labore. BERLIN: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn haben Gewerkschaft und Unternehmensleitung einen Kompromiss in letzter Minute ausgeschlossen. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale betonte, den von der Lokführergewerkschaft GDL geforderten eigenen Tarifvertrag für das Fahrpersonal werde es definitiv nicht geben. Deshalb werde die Bahn auch nicht dem GDL-Ultimatum nachkommen, bis Dienstagabend ein verbessertes Angebot vorzulegen. Gewerkschaftschef Manfred Schell bekräftigte, dass der eigene Tarifvertrag unverhandelbar sei. Allerdings könne mit der Konzernleitung über die Lohnforderung von 31 Prozent gesprochen werden. Zum Auftakt des Ausstandes will die GDL ab Donnerstag zunächst den Güterverkehr bestreiken. Dies wird aber vermutlich Auswirkungen auf die Personenbeförderung haben. TIFLIS/MOSKAU: Georgien hat Russland vorgeworfen, russische Kampfflugzeuge hätten eine Bombe über georgischem Territorium abgeworfen. Die Bombe sei über einem Dorf nahe der abtrünnigen Provinz Süd-Ossetien abgeworfen worden, sei aber zum Glück nicht explodiert. Innenminister Wano Merabischwili sprach von einem 'Akt der Aggression'. Russland wies den Vorwurf zurück. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, es seien weder am Montag noch an diesem Dienstag Einsätze über Georgien geflogen worden. Russland unterstützt die Abspaltungsbemühungen Süd-Ossetiens finanziell und moralisch. Georgien ist gegen eine Unabhängigkeit der Provinz. DILI: In der Hauptstadt Ost-Timors und zwei weiteren Distrikten im Osten des Landes ist es nach der Ernennung eines neuen Regierungschefs zu Unruhen gekommen. Randalierende Jugendliche, zumeist Anhänger der Fretilin-Partei, blockierten Straßen und bewarfen Sicherheitskräfte mit Steinen. Anlass war der Auftrag von Präsident José Ramos-Horta an seinen Vorgänger im Amt, Xanana Gusmao, eine Regierung zu bilden. Weder seine Partei noch die Fretilin hatten bei der Wahl im Juni genug Stimmen bekommen, um alleine regieren zu können. Die Fretilin, die mehr Stimmen erhielt, warf Ramos-Horta vor, mit dem Auftrag zur Regierungsbildung an Gusmao gegen die Verfassung zu verstoßen. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:Im Nordosten viel Sonnenschein. Nach Westen und Süden hin wolkig bis stark bewölkt mit Regen und Gewitterschauern. Höchsttemperaturen 18 bis 30 Grad.
Freitag, 13. Juli 2007Freitag, 13. Juli 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle
July 13, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag FRANKFURT AM MAIN: Nach wochenlanger Rekordjagd ist der Deutsche Aktienindex auf ein neues Allzeithoch geklettert. Getrieben von der boomenden deutschen Wirtschaft und positiven Vorgaben aus den USA übertraf der DAX seinen bisherigen Höchststand von März 2000. Am Freitagvormittag stieg das Börsenbarometer auf bis zu 8.151 Punkte, mittlerweile gingen die Kurse wieder etwas zurück. Nach Einschätzung von Analysten ist ein Ende des Aufschwungs noch nicht in Sicht. - Am Donnerstag hatte auch die New Yorker Wall Street einen Rekord vermeldet. Mit knapp 13.862 Punkten schloss der Dow-Jones-Index so hoch wie nie zuvor.FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn beharrt die Gewerkschaft der Lokomotivführer auf ihrer Forderung nach massiven Lohnerhöhungen. Die GDL bestehe auf einem eigenständigen Tarifvertrag, betonte der Gewerkschaftsvorsitzende Manfred Schell kurz vor Beginn der Verhandlungen in Frankfurt. Er gehe jedoch ohne Illusionen in die Gespräche, sagte Schell. Seine Gewerkschaft verlangt Einkommensverbesserungen um bis zu 31 Prozent. Die Bahn-Führung will maximal viereinhalb Prozent mehr zahlen. Einen entsprechenden Tarifabschluss hatte die Bahn Anfang der Woche mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbart.KIEL: Wegen der Pannenserie im schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Krümmel werden jetzt auch Polizei und Staatsanwaltschaft aktiv. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lübeck durchsuchten Polizisten den Leitstand und Büroräume des Atomkraftwerks östlich von Hamburg. Nach Angaben der Behörden hatte sich der Stromkonzern Vattenfall geweigert, die Personalien eines Reaktormitarbeiters zu nennen, der als Zeuge befragt werden sollte. Daraufhin sei ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt worden. - Das AKW Krümmel steht seit einem Brand Ende Juni still. Seitdem wurden weitere Pannen dort bekannt.WIEN: Der Iran hat überraschend einer weiteren Inspektion seines im Bau befindlichen Schwerwasserreaktors bei Arak zugestimmt. Dies ist eines der Ergebnisse von Gesprächen, die eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in dieser Woche in Teheran führte. Wie in Wien mitgeteilt wurde, sollen Atominspekteure Ende Juli außerdem Informationen erhalten, die noch offene Fragen im Zusammenhang mit dem jahrzehntelang geheimen Nuklearprogramm Irans klären könnten. -- Dazu gehören unter anderem frühere Plutonium-Experimente. Entscheidungen über eine vollständige Überwachung der Urananreicherungsanlage bei Natans sollen im August fallen. PJÖNGJANG: Die nordkoreanische Militärführung hat direkte Gespräche mit den US-Streitkräften vorgeschlagen, die USA gleichzeitig aber auch gewarnt, weiter Druck auf Nordkorea auszuüben. An den bilateralen Militärgesprächen über Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel könnten auch die Vereinten Nationen teilnehmen, zitiert die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA den Leiter der Militärmission in der Demilitarisierten Grenzzone. Washington solle die Chance nicht verpassen. Sollten die USA aber ihre Strategie der "Erpressung" beibehalten, seien auch die jüngsten Vereinbarungen über den Ausstieg aus dem Atomprogramm in Frage gestellt, drohte die Führung Nordkoreas. WASHINGTON: Das von den Demokraten beherrschte US-Repräsentantenhaus hat noch einmal für den Beginn des Abzugs der amerikanischen Truppen aus dem Irak innerhalb von 120 Tagen gestimmt. Der Beschluss fiel trotz einer Vetodrohung von Präsident George W. Bush mit 223 gegen 201 Stimmen. Vor der Abstimmung hatte die Regierung in einem Zwischenbericht festgestellt, dass die irakische Führung bei der Umsetzung der von den USA geforderten politischen, militärischen und wirtschaftlichen Reformen nur geringe Fortschritte macht. --- Insbesondere würden zu wenig eigene irakische Sicherheitskräfte rekrutiert, die auch eigenständig agieren könnten. Zudem gelinge es der Führung in Bagdad nicht, die Milizen zu entwaffnen. BAGDAD: Amerikanische Truppen haben bei einer Razzia gegen mutmaßliche schiitische Extremisten in Bagdad nach eigenen Angaben auch sechs irakische Polizisten getötet. Das US-Kommando erklärte, bei der Militäroperation habe man zur Unterstützung Kampfjets einsetzen müssen. Außer den Polizisten seien auch mehrere "Terroristen" ums Leben gekommen. Bei der Razzia habe man den Anführer einer Terrorgruppe gefangengenommen, einen Polizeioffizier, der enge Beziehungen zu den iranischen Revolutionsgarden unterhalten habe. -- Bei einem Angriff von Aufständischen auf das Innenministerium wurden fünf Wachen getötet und mehrere verletzt. ISLAMABAD: Nach der blutigen Erstürmung der Roten Moschee in Islamabad hat Präsident Pervez Musharraf in einer Fernsehansprache dem Terrorismus in Pakistan den Kampf angesagt. Der Militärmachthaber rief zudem die Führer der tausenden Koranschulen auf, Mäßigung zu predigen. Vor Regierungsgebäuden und Moscheen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. An der Grenze zu Afghanistan, von wo aus die radikalislamischen Taliban operieren, sollen die Truppen aufgestockt werden. Die grenznahe Stadt Hangu wurde nach den jüngsten Anschlägen militanter Islamisten umstellt. BERLIN: Einen Tag nach dem Integrationsgipfel im Kanzleramt hat die Bundesregierung eine umfangreiche Aufklärungsaktion gestartet. Mit zehntausenden Plakaten will die Regierung in ganz Deutschland für die Integration von Mitbürgern ausländischer Herkunft werben. Die von der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer vorgestellte Aktion richtet sich nicht nur an die Allgemeinheit, sondern gezielt auch an Sportverbände und Schulen. Mit zusätzlichen Kampagnen wolle man vor allem türkisch-stämmige Familien über das neue Zuwanderungsrecht aufklären, sagte Böhmer.BERLIN: Auf Druck der Parteibasis müssen sich die Grünen auf einem Sonderparteitag Mitte September mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr befassen. Wie ein Parteisprecher mitteilte, berief der Bundesvorstand das Treffen auf Antrag von 44 Kreisverbänden ein. Mindestens zehn Prozent aller Kreisverbände -genau 44 - sind nötig, um eine außerordentliche Bundesdelegiertenkonferenz auch gegen den Willen der Parteiführung zu erzwingen. Parteiintern umstritten ist bei den Grünen vor allem der Einsatz deutscher Tornados in Afghanistan. Im Herbst muss der Bundestag über eine mögliche Verlängerung des Mandats entscheiden.BERLIN: Bund und Länder wollen in den nächsten fünf Jahren eine weitere Milliarde Euro für die Sanierung der Braunkohle-Altlasten in Ostdeutschland aufwenden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Finanzminister Peer Steinbrück und Vertretern der Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen unterzeichnet. Geplant ist, dass in den ehemaligen ostdeutschen Braunkohlerevieren neue Seenlandschaften entstehen. Auch in die Infrastruktur soll investiert werden.DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Anfangs dichte Wolken und örtlich etwas Regen. Im Tagesverlauf von Süden her Auflockerungen. Höchstwerte 20 bis 29 Grad.
Samstag, 30. Juni 2007Samstag, 30. Juni 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle
June 30, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag LONDON: Nach dem Fund von zwei Autobomben im Zentrum der britischen Hauptstadt hat die Polizei die Fahndung nach den Drahtziehern intensiviert. In die Ermittlungen seien inzwischen auch die Behörden anderer Länder ei ngeschaltet worden, heißt es aus London. Die geplanten Anschläge ließen die Handschrift der Terror-Organisation El Kaida erkennen, sagten Sicherheitsexperten. An den beiden Fahrzeugen, in denen Sprengsätze aus Benzin, Gaskanistern und Nägeln deponiert waren, konnten zahlreiche Spuren gesichert werden. Ausgewertet wurden auch die Bilder von Überwachungskameras. Die Bomben, die am Freitag eher zufällig entdeckt und dann entschärft wurden, hätten bei einer Explosion hunderte Menschen töten können. BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist in Berlin mit Kollegen aus fünf zentralasiatischen Staaten zusammengetroffen. Zum Abschluss der deutschen Ratspräsidentschaft will der Minister mit den Ressortchefs die neue Zentralasien-Strategie der Europäischen Union erörtern. Sie legt erstmals Leitlinien für ein stärkeres Engagement in der rohstoffreichen Region fest. Es handelt sich um die zweite derartige Zusammenkunft der EU mit Vertretern der Staaten Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Das erste Treffen hatte im März in der kaschischen Hauptstadt Astana stattgefunden. DILI: Ohne nennenswerte Zwischenfälle ist in Osttimor ein neues Parlament gewählt worden. Erste Ergebnisse werden nicht vor Anfang nächster Woche erwartet. Nach Einschätzung politischer Beobachter könnte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der bisherigen Regierungspartei Fretilin und der erst kürzlich von Ex-Präsident Xanana Gusmao gegründeten Partei 'Nationalkongress für den Wiederaufbau Osttimors' kommen. - Die frühere portugiesische Kolonie, die 2002 von Indonesien unabhängig wurde, ist einer der kleinsten und ärmsten Staaten der Welt. PEKING: Nach ihrem Besuch in Nordkorea haben sich Experten der Vereinten Nationen zuversichtlich gezeigt, dass das kommunistische Land den umstrittenen Atomreaktor Yongbyon bald schließen wird. Einen genauen Zeitrahmen gebe es aber noch nicht, sagte Delegationsleiter Olli Heinonen in Peking. Er und sein Team hatten den Reaktor am Donnerstag inspiziert. In Verhandlungen mit den USA, Russland, China, Japan und Südkorea hatte sich die nordkoreanische Führung bereit erklärt, ihr Atomprogramm zu beenden. Im Gegenzug wurde dem verarmten Land wirtschaftliche und humanitäre Hilfe zugesagt. BAGDAD: Die US-Truppen im Irak haben in einem Schiitenviertel der Hauptstadt Bagdad nach eigenen Angaben 26 Extremisten getötet. Etliche weitere Aufständische wurden bei dem Einsatz in Sadr City festgenommen. Die Extremisten hätten Verbindungen zu 'iranischen Terrornetzwerken' gehabt, teilte die US-Armee mit. Sie wirft den Aufständischen in Sadr City vor, Waffen aus dem Iran in den Irak zu schmuggeln. BAGDAD: Das US-Militär hat zwei seiner Soldaten wegen vorsätzlichen Mordes an Irakern angeklagt. Den Soldaten wird vorgeworfen, südlich von Bagdad drei Iraker erschossen zu haben. Anschließend sollen sie neben die Leichen Waffen gelegt haben, um den Eindruck zu erwecken, dass ihre Opfer bei Kämpfen getötet wurden. Die beiden Angeklagten warten derzeit in einem amerikanischen Militärgefängnis in Kuwait auf ihren Prozess. BERLIN: Der Bund will die Neuverschuldung rascher zurückfahren. Finanzminister Peer Steinbrück sagte, für das nächste Jahr seien neue Schulden von knapp 13 Milliarden Euro geplant. Das seien 40 Prozent weniger als die bisher veranschlagten 21,5 Milliarden Euro. Spätestens 2011 wolle der Bund ohne neue Schulden auskommen und einen ersten Überschuss erzielen, sagte der SPD-Politiker der "Berliner Zeitung". Dann könnte zumindest mit einem Teil dieses Überschusses begonnen werden, den Schuldenberg des Bundes von etwa 900 Milliarden Euro abzutragen. Steinbrück will seinen Haushaltsentwurf für 2008 am Mittwoch im Kabinett vorstellen. HANNOVER: Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff setzt sich dafür ein, dass die große Koalition sich noch in diesem Jahr bei der Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen einigt. Diese wichtige Frage sollte nicht als Wahlkampfthema für 2009 verheizt werden, sagte Wulff der Nachrichtenagentur dpa. Der CDU-Politiker erwartet, dass die Koalition aus den Vorschlägen von SPD und Union ein einheitliches Konzept erstellt, damit der Vermögensaufbau der Arbeitnehmer rasch vorankommt. Die Union will mit Steueranreizen für eine stärkere Beteiligung von Arbeitnehmern an den Unternehmen sorgen. Dagegen setzt die SPD auf einen öffentlich verwalteten Deutschlandfonds.KIEL: Nach dem Brand im Atomkraftwerk Krümmel wollen Experten an diesem Samstag zum zerstörten Transformator vordringen. Bisher hat die große Hitzeentwicklung die Sachverständigen davon abgehalten, die Brandstelle zu inspizieren. Die schweren Pannen in Krümmel und dem Atomkraftwerk Brunsbüttel haben die Debatte über die Nutzung der Kernkraft wieder angeheizt. Umweltschutzorganisationen forderten die Stilllegung der beiden betroffenen Atommeiler und einen schnellstmöglichen Atomausstieg in ganz Deutschland. - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel wies Forderungen der Stromkonzerne nach einem Aufweichen des Atomausstiegs zurück. Je länger ein Kraftwerk laufe, desto höher sei die Störanfälligkeit, sagte Gabriel. BRÜSSEL: In der Europäischen Union ist die so genannte Roaming-Richtlinie in Kraft getreten, die Preisobergrenzen für Mobilfunkgespräche im EU-Ausland vorschreibt. Künftig gilt für solche Anrufe ein einheitlicher Höchstpreis von 49 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer. Die Mobilfunkanbieter müssen jedem ihrer Kunden bis Ende Juli ein entsprechendes Angebot vorlegen. In den kommenden Jahren sollen die Preise weiter sinken. NEU DELHI: Heftige Monsun-Regenfälle haben den Verkehr in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay lahm gelegt. Straßen stehen unter Wasser, Zugverbindungen fielen aus und Flugreisende müssen mit Verspätungen rechnen. Im Osten Indiens flüchteten tausende Menschen vor einem tropischen Wirbelsturm, der sich vom Golf von Bengalen zum Festland bewegt. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte wechselnd bewölkt mit Schauern, in der Südhälfte zeitweise sonnig. An der Nordsee 16 Grad, sonst 19 bis 24 Grad.
Freitag, 29. Juni 2007Freitag, 29. Juni 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle
June 29, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag LONDON: Knapp zwei Jahre nach den verheerenden Terroranschlägen in der britischen Hauptstadt hat die Polizei in der Londoner Innenstadt eine Autobombe entschärft. Die belebte Gegend um den Piccadilly Circus wurde mitten in der Hauptverkehrszeit gesperrt. Die Anti-Terror-Polizei nahm Ermittlungen auf. Laut Polizei bestand 'erhebliche Gefahr'. Es habe sich um eine 'große Menge' Sprengstoff gehandelt. Die neue Regierung von Premierminister Gordon Brown berief eine Krisensitzung von Sicherheitsexperten ein. Der Zwischenfall zeige, dass sich Großbritannien einer andauernden Gefahr gegenübersehe, sagte Brown. Bei den Terroranschlägen in London vom 7. Juli 2005 waren 56 Menschen ums Leben gekommen, darunter die vier Attentäter.BERLIN: Wenige Tage nach der SPD hat die Union ihr Konzept für betriebliche Bündnisse zur Mitarbeiterbeteiligung vorgestellt. Nach dem Willen von CDU und CSU sollen Geschäftsleitung und Belegschaft selbst bestimmen, welche Beteiligungsmodelle sie einführen wollen. Vorrang soll dabei aber die unmittelbare Beteiligung der Beschäftigten an ihrem jeweiligen Unternehmen haben. Ziel ist es, die Bindung an den Betrieb zu erhöhen und die Leistungsbereitschaft zu fördern. Die Sozialdemokraten hatten vorgeschlagen, die Arbeitnehmer über einen so genannten "Deutschlandfonds" indirekt am Firmenkapital zu beteiligen.BRÜSSEL: Amerikanische Behörden wie das FBI sollen ab August nur noch Zugriff auf 19 statt bisher 34 persönliche Daten von europäischen Flugreisenden haben. Das sieht ein von der EU-Ratspräsidentschaft mit den USA ausgehandeltes und von den 27 Mitgliedsstaaten gebilligtes Abkommen vor. Danach dürfen die Daten künftig 15 Jahre lang von den US-Behörden gespeichert werden statt bisher dreieinhalb. Washington will damit den Kampf gegen Terroristen stärken.BAGDAD: Bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille im Süden Bagdads sind fünf US-Soldaten getötet und sieben verletzt worden. Nach Angaben der amerikanischen Streitkräfte detonierte zunächst eine Bombe in der Nähe der Patrouille, anschließend gerieten die Soldaten unter Beschuss. Angesichts zunehmender Kritik an seiner Irak-Strategie hat US-Präsident George W. Bush zur Geduld gemahnt. Die seit Jahresbeginn vorgenommene Truppenaufstockung sei jetzt erst abgeschlossen. Erfolge im Irak will Bush zudem an der Situation in Israel messen. Dort würden durch Terroranschläge zwar seit Jahren unschuldige Menschen getötet, aber es gebe ein funktionierendes demokratisches System, und die Regierung komme ihren Verpflichtungen nach, sagte Bush. PJÖNGJANG: Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde haben sich nach ihrer Besichtigung des nordkoreanischen Atomreaktors Yongbyon zufrieden gezeigt. Die Nordkoreaner hätten sich sehr kooperativ verhalten, so die Inspektoren. Der Reaktor sei aber noch nicht stillgelegt. Anfang der Woche hatte sich Nordkorea bereit erklärt, die internationale Vereinbarung zur Schließung des Reaktors umzusetzen. Diese war im Februar erzielt worden. Damals hatte die kommunistische Regierung in Pjöngjang eingewilligt, den Reaktor im Gegenzug für wirtschaftliche und politische Zugeständnisse stillzulegen. Er produziert jedes Jahr genug Plutonium für eine Atombombe. BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Union und SPD aufgerufen, in der großen Koalition weiter eng zusammenzuarbeiten. Beide Parteien sollten sich auf die eigene Arbeit konzentrieren, um die Wünsche und die Erwartungen der Bürger auch zu erfüllen, sagte Merkel dem Fernsehen der Deutschen Welle. Als einen Arbeitsschwerpunkt für die zweite Hälfte der Legislaturperiode nannte Merkel die Beteiligung von Arbeitnehmern an Unternehmensgewinnen. Das sei ein Riesenprojekt. Außerdem sei es eine große Aufgabe, Energiepolitik und Klimaschutz zusammenzubringen, betonte die Kanzlerin in DW-TV.BERLIN: Innenminister Wolfgang Schäuble hat zum Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für sein Ressort eine positive Bilanz gezogen. Europa werde immer mehr zu einem gemeinsamen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Als wichtige innenpolitische Ergebnisse der vergangenen sechs Monate nannte Schäuble die Stärkung der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, eine bessere polizeiliche Zusammenarbeit sowie das Voranschreiten des interkulturellen Dialogs.GENF: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat der Militärregierung Birmas schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Tausende Gefangene seien zu oft gefährlicher Zwangsarbeit für das Militär verpflichtet worden, kritisierte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger in Genf. Das Militär habe zudem Lebensmittelvorräte von Bauern an der Grenze zu Thailand zerstört, Menschen aus ihren Häusern vertrieben, willkürlich Personen verhaftet und auch umgebracht. Zudem werde die Organisation bei ihrer Arbeit in dem asiatischen Land massiv behindert, erklärte der Präsident des Roten Kreuzes weiter. Eine solch deutliche, offene Kritik ist für die Hilfsorganisation ungewöhnlich, die sich zur Neutralität verpflichtet hat.ISLAMABAD: Durch schweren Monsun-Regen sind im Nordwesten Pakistans rund 60 Menschen ums Leben gekommen. Die starken Regenfälle überschwemmten Felder und lösten Erdrutsche aus. Viele Dächer von Holzhäusern im Gebirge seien nach tagelangem Regen eingebrochen. Die Behörden riefen die Menschen auf, sich aus der Nähe von Flüssen zurückzuziehen. Im Süden des Landes, der von einem Zyklon getroffen worden war, sind weite Teile der Provinz Balutschistan überschwemmt. Regionale Behörden gehen davon aus, dass mehr als 400.000 Menschen obdachlos sind. Das Militär startete eine Hilfsaktion. WELLINGTON: Heidelberg ist erneut mit dem Versuch gescheitert, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Das Welterbe-Komitee der UNESCO im neuseeländischen Christchurch wies den entsprechenden Antrag der Stadt zurück und forderte Heidelberg auf, den außergewöhnlichen Wert des Ensembles aus historischer Altstadt und Schloss deutlicher herauszustellen. Die Stadt hatte sich vor zwei Jahren schon einmal vergeblich um die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste beworben. Ob es im kommenden Jahr einen weiteren Anlauf geben wird, ist noch unklar. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten teilweise noch freundlich und meist trocken. Von Nordwesten immer mehr Wolken und gebietsweise Regen. Höchstwerte 17 bis 23 Grad.
Donnerstag, 28. Juni 2007Donnerstag, 28. Juni 2007
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June 28, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag LONDON: Mit einer Kabinettsumbildung will der neue britische Premierminister Gordon Brown einen Politikwechsel einleiten. Nach übereinstimmenden Medienberichten werden mehrere Minister aus der Regierung ausscheiden, darunter auch Außenministerin Margaret Beckett. Als ihr Nachfolger ist der bisherige Umweltminister David Miliband im Gespräch. In den Mittelpunkt seiner Politik will Brown nach eigenen Worten die Themen Gesundheit, Bildung und den Kampf gegen die Kinderarmut stellen. Er war von Königin Elizabeth II. mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt worden, kurz nachdem der bisherige Premierminister Tony Blair sein Amt am Mittwoch niedergelegt hatte. LONDON: Der neue Sondergesandte des Nahost-Quartetts, der britische Ex-Premier Tony Blair, will bereits in Kürze seine Vermittlungsbemühungen aufnehmen. Er werde voraussichtlich schon im Juli in den Nahen Osten reisen, kündigte Blair an. Seine neue Aufgabe sei eine 'große Herausforderung'. Bei den Palästinensern war die Ernennung Blairs auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas die neue Rolle Blairs begrüßte, lehnte ihn die radikal-islamische Hamas als Vermittler ab. Die israelische Regierung sicherte Blair hingegen ihre Unterstützung zu. NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt immer weiter. Im Juni waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit knapp 3,7 Millionen Menschen ohne Arbeit, 712.000 weniger als vor einem Jahr. Als Grund nannte Agenturchef Frank-Jürgen Weise die anhaltend gute Konjunktur. Die Nachfrage nach Mitarbeitern sei weiter gestiegen. In Unternehmen seien 648.000 Stellen zu besetzen. In einigen Branchen fehlten bereits jetzt Fachkräfte. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 9,1 auf 8,8 Prozent. BERLIN: Die Bundesregierung will bis zum Herbst eine Lösung präsentieren, wie dem Facharbeitermangel in Deutschland begegnet werden soll. CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder sagte dem 'Handelsblatt', bevor Facharbeiter aus dem Ausland geholt würden, sollten zunächst Jugendliche in Deutschland ausgebildet werden. In den Schulen könnten bereits entsprechende Begleitprogramme angeboten werden, um den Start ins Berufsleben zu erleichtern. Kauder deutete zudem einen Positionswechsel von CDU/CSU bei der Aufenthaltsdauer und dem Familiennachzug hochqualifizierter ausländischer Fachkräfte an. Diese bräuchten eine längerfristige Perspektive. Auch könne es ihnen nicht zugemutet werden, fünf Jahre von ihrer Familie getrennt zu leben. PJÖNGJANG: Eine Delegation der Internationalen Atomenergie-Behörde ist zum nordkoreanischen Reaktor Yongbyon gereist, um die umstrittene Nuklearanlage zu inspizieren. Nach Angaben von Delegationsleiter Olli Heinonen wollen sich die Experten vor Ort darüber informieren, wie die zugesagte Schließung des Reaktors überprüft werden kann. Am Freitag wollen die Inspektoren nach Pjöngjang zurückkehren. Die nordkoreanische Führung hatte sich bereits im Februar grundsätzlich zur Einstellung des Betriebs in Yongbyon bereit erklärt. Im Gegenzug für den Stopp seines Atomprogramms waren dem kommunistischen Land wirtschaftliche und humanitäre Hilfen zugesagt worden. ULAN BATOR: Wirtschaftsminister Michael Glos hat deutsche Unternehmen aufgerufen, stärker in der Mongolei zu investieren. Bei einem Gespräch mit Ministerpräsident Mieagombo Enkhbold in der Hauptstadt Ulan Bator sagte er, er könne nicht verstehen, warum sich angesichts des Rohstoffreichtums deutsche Firmen nicht stärker in dem Land engagierten. 2006 betrug der Warenhandel zwischen beiden Länder nur 65 Millionen Euro. Die Mongolei besitzt große Vorkommen von Kupfer, Kohle, Eisenerz und Gold. Derzeit importiert Deutschland nur Kaschmirwolle und Fleisch. PEKING: Der europäische Flugzeugbauer Airbus fasst in China fest Fuß. Generaldirektor Fabrice Bregier unterzeichnete zwei Verträge über den Bau eines Endmontagewerks in der Hafenstadt Tianjin sowie die Zuteilung von 150 Maschinen des Typs A 320 an verschiedene chinesische Fluggesellschaften. Der Kauf der Maschinen war bereits im Oktober 2006 vereinbart worden. Das neue Airbus-Montagewerk soll im Sommer 2008 seine Produktion aufnehmen. An der Vertragsunterzeichnung in Peking nahmen auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und der Vizechef der chinesischen Reform- und Entwicklungskommission, Zhang Xiaoqiang, teil. WASHINGTON: Die irakischen Sicherheitskräfte sind auch nach milliardenschweren Investitionen der USA laut einem Bericht des US-Kongresses nicht in der Lage, ihre Aufgabe zu erfüllen. Trotz der Ausbildung hunderttausender irakischer Soldaten und Polizisten könnten diese nicht die Sicherheit des Staates garantieren, heißt es in der Analyse des Streitkräfte-Ausschusses. In dem Papier fordern 16 Parlamentarier der Republikaner und der Demokraten die amerikanische Regierung auf, den Kongress besser über Fortschritte bei der Ausbildung der Iraker zu informieren. JERUSALEM: Der scheidende israelische Präsident Mosche Katzav erhält eine Bewährungsstrafe wegen sexueller Belästigung von Mitarbeiterinnen. Wie Generalstaatsanwalt Meni Manus mitteilte, legte Katzav ein entsprechendes Schuldeingeständnis ab. Er soll nun von seinem Amt zurücktreten und Schadensersatz an die Klägerinnen zahlen. Im Gegenzug bleibt er von einer Anklage wegen Vergewaltigung und einer möglichen Haftstrafe verschont. - Die reguläre Amtszeit Katzavs endet ohnehin Mitte nächsten Monats. Zu seinem Nachfolger war vor zwei Wochen Friedensnobelpreisträger Schimon Peres gewählt worden. SANTIAGO DE CHILE: Perus ehemaliger Präsident Alberto Fujimori will sich in Japan um einen Sitz im Parlament bewerben. Ein Sprecher des 68-Jährigen teilte mit, dass Fujimori bei der Oberhauswahl Ende Juli für die rechtsgerichtete Neue Volkspartei kandidieren wolle. Der frühere peruanische Staatschef, der auch einen japanischen Pass besitzt, steht derzeit in Chile unter Hausarrest. Ihm droht die Auslieferung nach Peru, wo ihm der Prozess wegen Menschenrechtsverstößen und Korruption gemacht werden soll. Mit der Kandidatur in Japan will Fujimori offenbar seine Auslieferung verhindern. BRÜSSEL: Die EU-Kommission will allen indonesischen Fluggesellschaften die Landung in der Europäischen Union verbieten. Die 51 Airlines sollen auf die Liste unsicherer Fluglinien gesetzt werden, wie die Kommission in Brüssel mitteilte. Der zuständige Expertenausschuss habe sich zudem dafür ausgesprochen, die angolanische 'TAAG' und einen Frachtfluganbieter aus der Ukraine auf die Schwarze Liste zu setzen. Gelockert werden sollen hingegen Beschränkungen für die pakistanische Fluglinie PIA. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden weiter ungemütlich, sonst wechselnd bewölkt, im Süden auch länger sonnig. Kühl bei 14 bis 20 Grad. Am Mittag meldeten: Hamburg: 15°, nach Schauer;Berlin: 18°, wolkig;Dresden: 15°, stark bewölkt; Köln/Bonn: 14°, kurze Schauer;Frankfurt am Main: 17°, stark bewölkt und München: 17°, stark bewölkt.
Freitag, 25. Mai 2007Freitag, 25. Mai 2007
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May 25, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag KIEW: In der Ukraine hat Präsident Viktor Juschtschenko im Machtkampf mit der Regierung per Dekret die Kontrolle über die Polizei übernommen. Juschtschenko habe dem Innenministerium die Zuständigkeit entzogen, teilte das Präsidialamt in Kiew mit. Innenminister Wassilli Zuschko gilt als Vertrauter von Regierungschef Viktor Janukowitsch, der seit Monaten in einen Machtkampf mit Juschtschenko über die Neuwahl des Parlaments verstrickt ist. - Polizeitruppen des Innenministeriums waren am Donnerstag in das Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew eingedrungen, um die von Juschtschenko angeordnete Entlassung von Behördenchef Swjatoslaw Piskun zu verhindern. WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat sich in der Kraftprobe mit dem Kongress um die künftige Irak-Politik durchgesetzt. Repräsentantenhaus und Senat stimmten einem Gesetz zur weiteren Finanzierung der Militäreinsätze im Irak sowie in Afghanistan mit einem Volumen von 120 Milliarden Dollar zu. Die oppositionellen Demokraten, die in beiden Häusern des Kongresses die Mehrheit haben, ließen ihre Forderung fallen, in dem Gesetz einen Termin für den Truppenabzug aus dem Irak festzulegen. Bush hatte dagegen sein Veto eingelegt. BAGDAD: Erstmals seit Beginn der US-Offensive gegen Extremisten im Irak hat sich der radikale Schiiten-Prediger Muktada al Sadr wieder in der Öffentlichkeit gezeigt, In Begleitung mehrerer Leibwächter nahm al Sadr am islamischen Freitagsgebet in einer Moschee in der Stadt Kufa teil. Die US-Armee hatte zu Beginn ihrer Offensive im Februar erklärt, der Prediger sei in den Iran geflohen. Dies hatten die iranische Regierung und Anhänger al Sadrs bestritten. - Bei Anschlägen in Bagdad und östlich der irakischen Hauptstadt töteten Aufständische sechs US-Soldaten. - Zudem sprengten Untergrundkämpfer in Bagdad eine weitere Brücke über den Tigris. JERUSALEM: Die israelische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen fortgesetzt, gleichzeitig feuerten militante Palästinenser wieder Kassam-Raketen auf israelisches Grenzgebiet ab. Nach palästinensischen Angaben schlug eine israelische Rakete in unmittelbarer Nähe des Wohnhaues von Ministerpräsident Ismail Hanija in Gaza ein. Die israelische Armee betonte, Hanija sei nicht das Ziel des Angriffs gewesen. - Die palästinensischen Kleinraketen gingen in der Negev-Wüste nieder und richteten nach israelischen Angaben keine Schäden an. TOKIO: Nordkorea hat nach japanischen Medienberichten mehrere Kurzstreckenraketen in Richtung auf das Meer abgefeuert. Es habe sich um so genannte Boden-Schiff-Raketen gehandelt, hieß es in den Meldungen. - Vor knapp einem Jahr hatte das kommunistische Land mit Raketentests massive internationale Kritik ausgelöst. DUBLIN: Bei der Parlamentswahl in Irland ist die Partei Fianna Fail von Ministerpräsident Bertie Ahern nach ersten Prognosen mit gut 41 Prozent der Stimmen wieder stärkste Kraft geworden. Der seit zehn Jahren amtierende Regierungschef muss sich aber möglicherweise einen neuen Koalitionspartner suchen, denn die Progressiven Demokraten fielen auf knapp drei Prozent zurück. Die oppositionelle Mitte-Links-Allianz der Parteien Fine Gael und Labour liegt nach der Prognose bei rund 36 Prozent der Stimmen. Im neuen Parlament in Dublin werden auch die Grünen und die Partei Sinn Fein vertreten sein. - Wegen des komplizierten irischen Wahlsystems wird das offizielle Ergebnis erst am Samstag vorliegen. PEKING: Bundespräsident Horst Köhler hat bei einem Treffen mit Chinas Regierungschef Wen Jiabao die guten Wirtschaftsbeziehungen beider Länder gelobt. Von der Dynamik der chinesischen Wirtschaft profitiere auch die deutsche. Köhler hält heute zum Abschluss seines China-Besuchs noch eine Rede in der renommiertesten Hochschule des Landes, der Tongji-Universität in Shanghai. In der Rede will er seine Vorstellungen über die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland behandeln.BERLIN: Der Bundestag hat die Unternehmenssteuer-Reform verabschiedet. Für den Gesetzentwurf stimmten 391 von 557 Abgeordneten. Finanzminister Peer Steinbrück verteidigte in der Debatte das Reformwerk gegen Kritik aus der Opposition. Es werde den konjunkturellen Aufschwung weiter festigen helfen und Deutschland für ausländische Investoren wieder attraktiver machen. Die Steuersätze für Konzerne und Mittelstandsbetriebe sinken von rund 39 auf knapp unter 30 Prozent. Die Unternehmen müssen sich aber auf das Schließen weiterer Steuerschlupflöcher einstellen. Nach der erwarteten Zustimmung des Bundesrates soll das Gesetz zum 1. Januar 2008 in Kraft treten.FRANKFURT AM MAIN: Die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Deutschland und Frankreich ist feierlich eröffnet worden. Am Morgen startete von Frankfurt am Main ein ICE und von Stuttgart aus zeitgleich der französische TGV nach Paris. Die Fahrtzeit verkürzt sich von sechs auf vier Stunden. Der reguläre Betrieb beginnt am 10. Juni. Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte, die Strecke sei die Initialzündung , um in Europa grenzüberschreitend mehr Verkehr auf die Schiene zu bekommen.BONN: Die frühere Präsidentin des Deutschen Radfahrer-Bundes, Sylvia Schenk, hat gefordert, Rolf Aldag als Sportdirektor beim T-Mobile-Team abzulösen. Der 'Stuttgarter Zeitung' sagte sie, ein notorischer Lügner wie Aldag, der letztes Jahr den Neuanfang verkündet habe, könne nicht an führender Position bleiben. Aldag hatte ebenso wie Radprofi Erik Zabel am Donnerstag gestanden, das Hormonpräparat EPO Mitte der neunziger Jahre verwendet zu haben. Zuvor hatten bereits vier weitere Fahrer des früheren Team Telekom zugegeben, gedopt zu haben. T-Mobile will dennoch bis 2010 den Radsport weiter sponsern. MÜNCHEN: US-Justizminister Alberto Gonzales hat das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba verteidigt. Am Rande eines Treffens der Innen- und Justizminister der G-8-Staaten in München zeigte Gonzales zwar Verständnis für Besorgnisse über das Lager. Die USA machten aber nur das, was notwendig sei, so der Minister. - In Guantanamo halten die USA rund 400 ausländische Terrorverdächtige zum Teil seit mehreren Jahren ohne Anklage fest. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Gebietsweise noch leicht bewölkt. Von Westen her Aufzug von Gewittern. Schwül bei Tageswerten zwischen 24 und 32 Grad. An der Küste kühler.
Samstag, 28. April 2007Samstag, 28. April 2007
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April 28, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag KABUL: Knapp zwei Wochen nach Beginn der Aufklärungsflüge von Bundeswehr-Tornados in Afghanistan hat es den ersten ernsten Zwischenfall gegeben. Wie ein Sprecher des Einsatzgeschwaders bestätigte, riss bei der Landung eines Tornados das Bugfahrwerk ab. Die Besatzung sei unverletzt geblieben. Allerdings sei das an der Unterseite des Tornados montierte Aufklärungssystem mit Sendern und Kameras beschädigt worden. Die unter anderem mit Infrarot-Sendern ausgestatteten Tornados sollen Stellungen der Taliban aufspüren. Insgesamt hat die Bundeswehr auf Anforderung der Nato sechs Maschinen nach Afghanistan entsandt. Ihr Stützpunkt ist in Masar-i-Scharif im Norden des Landes.KABUL: Die radikal-islamischen Taliban haben eine im Südwesten Afghanistans entführte Französin wieder freigelassen. Sie sei Stammesführern in der Provinz Kandahar übergeben worden, teilte ein Taliban-Sprecher mit. Das Außenministerium in Paris bestätigte inzwischen ihre Freilassung. Die Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation war Anfang des Monats zusammen mit einem französischen Kollegen und drei afghanischen Begleitern verschleppt worden. Über deren Schicksal wurde nichts bekannt. Die Entführer fordern den Abzug aller französischen Soldaten aus Afghanistan. BRÜSSEL: EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn hat die türkische Armeeführung ermahnt, sich aus der Politik herauszuhalten. In Brüssel sprach Rehn von einem 'Testfall' für die Demokratie. Zuvor hatte das türkische Militär mit ungewöhnlich scharfen Worten die Präsidentenwahl im Parlament kritisiert. Niemand solle vergessen, dass die Armee entschieden für die Trennung von Staat und Religion eintrete, erklärte der Generalstab. Notfalls würden die Streitkräfte ihre Haltung deutlich machen. Der Präsidentschaftskandidat der konservativ-religiösen Regierungspartei AKP, Abdullah Gül, war in der ersten Wahlrunde am Freitag nur knapp gescheitert. Ihm fehlten zehn Stimmen zur erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit. Im dritten Wahlgang genügt die absolute Mehrheit. Die Opposition boykottierte die Abstimmung. GAZA-STADT: Israelische Soldaten haben an der Grenze zum Gazastreifen mindestens drei militante Palästinenser erschossen. Ein weiterer sei schwer verletzt worden, teilten Sanitäter mit. Nach Angaben der israelischen Armee hatten die vier Extremisten versucht, einen Sprengsatz in der Nähe des Grenzzauns zu deponieren. Bei den Männern soll es sich um Mitglieder des bewaffneten Arms der radikalen Hamas-Bewegung von Ministerpräsident Ismail Hanija handeln. TALLINN: Bei neuerlichen Protesten gegen die Demontage eines sowjetischen Kriegerdenkmals sind in Estland mehr als 600 Menschen festgenommen worden. Fast 100 Personen wurden bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei verletzt. In der Nacht zum Samstag war es nicht nur in der Hauptstadt Tallinn, sondern auch in der Stadt Johvi zu Krawallen gekommen. An den Protesten beteiligten sich vor allem russisch-stämmige Demonstranten. Sie betrachten das mittlerweile aus dem Stadtzentrum von Tallinn verbannte Denkmal als Zeichen des Sieges der Roten Armee über das nationalsozialistische Deutschland. Für viele Esten war es hingegen Symbol einer jahrzehntelangen Fremdherrschaft. SEOUL: Nordkorea hat auf einer Militärparade eine neue Mittelstreckenrakete präsentiert. Die Rakete habe eine Reichweite von bis zu 4.000 Kilometern, heißt es in südkoreanischen Medien-Berichten. Damit könnte sie beispielsweise auch den US-Stützpunkt Guam im Pazifik erreichen. Das Raketenprogramm der Regierung in Pjöngjang wird in der Region mit großer Sorge betrachtet. Vor gut zwei Jahren hatte sich Nordkorea selbst zur Atommacht erklärt. NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat das gegen Liberia verhängte Embargo für Diamanten-Exporte aufgehoben. Die Entscheidung im höchsten UN-Gremium fiel einstimmig. Das Exportverbot war Ende 2003 verhängt worden, um den Handel mit so genannten 'Blut-Diamanten' einzudämmen. Mit dem Verkauf dieser Diamanten wurde auch der Bürgerkrieg finanziert, der Liberia 14 Jahre lang erschüttert hatte. Das westafrikanische Land begrüßte die Entscheidung des Sicherheitsrates. Mit den Einnahmen aus den Diamanten-Exporten solle nun der Wiederaufbau finanziert werden, sagte der liberianische UN-Botschafter Nathaniel Barnes. NEW YORK: EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat Befürchtungen zurückgewiesen, der Höhenflug des Euro werde die Exporte aus der Europäischen Union nachhaltig bremsen. Die Stärke der Gemeinschaftswährung sei ein Zeichen für die Stärke der europäischen Wirtschaft und signalisiere Vertrauen in den Wirtschaftsraum, sagte Barroso in New York. Am Freitag war der Kurs des Euro auf einen neuen Rekordstand geklettert. Zeitweilig wurde er mit mehr als einem Dollar 36 80 notiert. BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier erwartet vom bevorstehenden Gipfeltreffen der Europäischen Union und der USA Fortschritte auch in der Klimapolitik. Es sei zwar kein Geheimnis, dass die USA und Europa in diesem Bereich unterschiedliche Ansätze verfolgten. Doch beide stünden vor den gleichen Herausforderungen. Es sei in der Klimapolitik deshalb ein hoffnungsvoller Dialog im Gang, sagte Steinmeier der Deutschen Presse-Agentur. Das Gipfeltreffen der USA und der EU findet am Montag statt. Tagungsort ist Washington.BERLIN: Bundesjustizministerin Brigitte Zypries bezweifelt, dass sich die früheren RAF-Terroristen individuell zu ihren Taten bekennen. Es sei nicht anzunehmen, dass die Täter nun offen legen würden, was sie 30 Jahre durch Schweigen zugedeckt hätten, sagte die SPD-Politikerin dem RBB-Inforadio. Zypries reagierte auch auf Äußerungen des früheren RAF-Terroristen Stefan Wisniewski. Er hatte seine Unterstützung bei der Aufklärung des Attentats auf den ehemaligen Generalbundesanwalt Siegfried Buback angeboten. Buback war vor 30 Jahren von RAF-Mitgliedern ermordet worden. Wer genau die Todesschüsse abgab, ist unklar. KONSTANZ: Der deutsche Historiker Arno Borst ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Familie in Konstanz. Bekannt wurde der Mittelalter-Experte unter anderem durch das sechsbändige Werk 'Der Turmbau von Babel', in dem Borst der Frage der Vielsprachigkeit der Menschheit nachgeht. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder sonnig und trocken, nur im Südwesten Quellwolken und vereinzelt Schauer oder Gewitter. Höchstwerte zwischen 20 und 30 Grad, an der Küste zum Teil kühler.Am Mittag meldeten bei durchweg heiterem Himmel:Berlin und Dresden : 24 GradHamburg und München: 22 Grad sowie Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 23 Grad.
Dienstag, 17. April 2007Dienstag, 17. April 2007
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April 17, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag nGENF: Der Hochkommissar für Flüchtlinge bei den Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat mehr internationale Hilfe für rund vier Millionen Vertriebene aus dem Irak eingefordert. Nahezu die Hälfte von ihnen seien Flüchtlinge innerhalb der Grenzen ihres eigenen Landes, sagte er zum Auftakt einer Konferenz in Genf. Jeden Monat kämen 50.000 vertriebene Menschen neu hinzu. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an die Nachbarstaaten des Irak, ihre Grenzen geöffnet zu halten. Die übrigen Staaten sollten Asyl oder anderen Schutz gewähren. Das UN-Flüchtlingshilfswerk berät in Genf mit mehr als 60 Vertretern von Regierungen und Hilfsorganisationen bis Mittwoch über eine Aufstockung der bisherigen Irak-Hilfe. nnnWASHINGTON: Nach einem der blutigsten Amokläufe in der Geschichte der USA sucht die Polizei weiterhin nach einem Tatmotiv. Ein Jugendlicher möglicherweise asiatischer Abstammung hatte in der Technischen Universität in Blacksburg im Bundesstaat Virginia mindestens 32 Studenten und Lehrkräfte sowie schließlich sich selbst erschossen. Mehrere Verletzte ringen noch mit dem Tod. US-Präsident George Bush bekundete sein Mitleid, ließ durch eine Sprecherin des Weißen Hauses aber verlauten, er halte am Recht eines jeden US-Bürgers fest, eine Waffe zu tragen. nnMEXIKO-STADT: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist im Rahmen seiner fünftägigen Lateinamerika-Reise in Mexiko eingetroffen. Dort kam er mit seiner Amtskollegin Patricia Espinosa zusammen. Steinmeier wird in Mexiko-Stadt das neue deutsche Botschaftsgebäude eröffnen. Zudem soll ein Abkommen über eine vertiefte deutsch-mexikanische Zusammenarbeit unterzeichnet werden. Deutschland ist Mexikos viertwichtigster Handelspartner. Weitere Reisestationen sind Panama und die Dominikanische Republik. nnBERLIN: Die Große Koalition will an der Erbschaftssteuer festhalten, diese aber in den nächsten Monaten reformieren. Darauf verständigten sich die Spitzenpolitiker von Union und SPD bei einem Treffen im Berliner Kanzleramt und erteilten damit dem Vorstoß einiger Unionspolitiker, die Erbschaftssteuer abzuschaffen, eine Absage. Thema in der Koalitionsrunde war auch der geplante Ausbau von Krippenplätzen.nnBERLIN: Auch nach der Entschuldigung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger hält die Debatte über dessen Trauerrede für den verstorbenen früheren Landeschef Hans Filbinger weiter an. Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm warf Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer öffentlichen Rüge Oettingers parteischädigendes Verhalten vor. Es sei für ihn nicht akzeptabel, wenn versucht würde, Oettinger in die rechte Ecke zu drängen. - Oettinger hatte Filbinger, der im Zweiten Weltkrieg als Marinerichter an Todesurteilen mitgewirkt hatte, als Gegner des Nationalsozialismus bezeichnet. Trotz heftiger bundesweiter Kritik distanzierte Oettinger sich erst unter Druck aus der CDU-Partei- Spitze von seinen Äußerungen. nnBONN: Nach dem Foltertod eines Häftlings in der Justizvollzugs- Anstalt in Siegburg hat die Staatsanwaltschaft Mord-Anklage gegen drei Zellengenossen erhoben. Oberstaatsanwalt Fred Apostel teilte in Bonn mit, es sei erwiesen, dass der 20-Jährige im vergangenen November von den drei Mithäftlingen gequält und missbraucht worden sei. Anschließend sei das Opfer gezwungen worden, sich selbst zu erhängen. Die Täter hätten aus Mordlust und niederen Beweggründen gehandelt, so Apostel. Gegen Bedienstete des Jugendgefängnisses wurde keine Anklage erhoben. - Eine Expertenkommission hatte in dem Gefängnis schwere Mängel, Überbelegung und Versäumnisse in der Aufsicht festgestellt. nnANKARA: Die Türkei will bis zum Jahr 2014 bereit für einen Beitritt zur Europäischen Union sein. Darauf zielt ein auf sieben Jahre angelegtes Arbeitsprogramm ab, das jetzt von Außenminister Abdullah Gül in Ankara vorgestellt wurde. Mit den darin erwähnten Gesetzesvorhaben werde die Angleichung an das Gemeinschaftsrecht der EU angestrebt, unabhängig vom Verlauf der Beitrittsgespräche, sagte er. Die Verhandlungen über einen türkischen EU-Beitritt sind derzeit wegen des Streites um die Mittelmeerinsel Zypern ins Stocken geraten.nnKABUL: Durch einen Bombenanschlag auf ein Fahrzeug der Vereinten Nationen sind in Süd-Afghanistan fünf Menschen getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der örtlichen Polizei um vier Nepalesen und einen Einheimischen. Das Fahrzeug war in der Stadt Kandahar unterwegs. nnKIEW: Das Verfassungsgericht der Ukraine hat mit der Prüfung der umstrittenen Parlamentsauflösung durch Staatspräsident Viktor Juschtschenko begonnen. Dieser hatte am 2. April im Machtkampf mit dem pro-russischen Lager von Ministerpräsident Viktor Janukowitsch entschieden und gleichzeitig Neuwahlen für den 27. Mai angesetzt. Die Auflösung der Rada hatte zu heftigen Protesten von Janukowitschs Anhängern geführt. Inzwischen ließ Juschtschenko seine Bereitschaft erkennen, den Wahltermin zu verschieben. nnWASHINGTON: Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm wollen die USA vorerst Geduld zeigen. Eine Sprecherin des Weißen Hauses teilte mit, man entspreche einer Bitte Chinas, das als Gastgeber der Sechs-Länder-Gespräche fungiert. Nordkorea soll nun einige zusätzliche Tage Zeit erhalten, um wie vereinbart den Atomreaktor in Yongbyon zu schließen. Die Frist dazu war am Samstag verstrichen, ohne dass Nordkorea eine Reaktion erkennen ließ. nnPEKING: In der zentralchinesischen Provinz Henan sind nach einer Grubenexplosion 33 Bergleute verschüttet worden. Rettungsarbeiten seien eingeleitet, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Bergwerke in China gehören zu den gefährlichsten der Welt. Allein im vergangenen Jahr starben dort mehr als 4.700 Beschäftigte bei Explosionen, Bränden und Überflutungen. nnDAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden sonnig und trocken. Im Norden dichtere Wolken mit einzelnen Schauern. Höchsttemperaturen zwischen 13 und 22 Grad, im Süden nochmals bis 27 Grad.
Samstag, 14. April 2007Samstag, 14. April 2007
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April 14, 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag ANKARA: In der Türkei sind zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen eine Kandidatur von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl zu protestieren. Die Demonstranten waren aus allen Landesteilen nach Ankara gereist. Der Nachfolger von Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer wird im Mai vom Parlament gewählt, wo die islamisch-konservative Regierungspartei eine klare Mehrheit hat. Kritiker Erdogans befürchten eine zunehmende Islamisierung der Türkei. MOSKAU: Bei einer Demonstration von Regierungsgegnern sind in der russischen Hauptstadt zahlreiche Oppositionelle festgenommen worden. Unter ihnen befindet sich auch der Oppositionspolitiker und ehemalige Schachweltmeister Garri Kasparow. Er ist ein scharfer Kritiker von Präsident Wladimir Putin. Schon am Freitag hatte die Polizei etliche Oppositionsanhänger in Gewahrsam genommen. Der so genannte 'Marsch der Dissidenten' durch das Moskauer Stadtzentrum war von den Behörden verboten worden. BAGDAD: Im Irak nimmt der blutige Terror kein Ende. Nach Angaben der Polizei wurden allein in der Pilgerstadt Kerbela etwa 40 Menschen getötet, als eine Autobombe an einer Bushaltestelle explodierte. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe des Grabmals von Imam Hussein, der von den Schiiten als Märtyrer verehrt wird. Weitere Anschläge mit Toten und Verletzten wurden aus Bagdad und Umgebung gemeldet. CASABLANCA: In der marokkanischen Stadt Casablanca haben sich zwei Selbstmordattentäter in der Nähe des amerikanischen Kulturinstituts in die Luft gesprengt. Eine Passantin wurde verletzt. Erst am Dienstag hatten drei Selbstmordattentäter auf der Flucht vor der Polizei die an ihrem Körper angebrachten Sprengsätze gezündet. Seitdem suchten die Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben nach mindestens zehn weiteren mutmaßlichen Attentätern. ALGIER: Die amerikanische Botschaft in Algerien hat vor möglichen Anschlägen in der Hauptstadt Algier gewarnt. Zu den Zielen könnten das zentrale Postamt und der Sitz des algerischen Fernsehens gehören, heißt es in einer Mitteilung an US-Bürger. Am Mittwoch waren bei Anschlägen in Algier mindestens 33 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Zu der Bluttat bekannte sich die Terrorgruppe El Kaida im Maghreb. KABUL: Von zwei in Afghanistan verschleppten Franzosen gibt es ein neues Lebenszeichen. Einem kanadischen Fernsehsender wurde eine Videoaufnahme zugespielt, in der die beiden Mitarbeiter der Organisation 'Terre d'Enfance' zu sehen sind. Die Franzosen waren Anfang April zusammen mit ihren afghanischen Begleitern in der südwestafghanischen Provinz Nimros entführt worden. Im Osten Afghanistans sprengte sich ein Selbstmord-Attentäter inmitten einer Gruppe von Grenzpolizisten in die Luft. Dabei wurden mindestens sechs Menschen getötet. BERLIN: Der Druck auf Baden-Württembergs Regierungschef Günter Oettinger wegen seiner umstrittenen Trauerrede für seinen verstorbenen Amtsvorgänger Hans Filbinger hält an. Nachdem er von Kanzlerin Angela Merkel gestern öffentlich kritisiert worden war, verlangten Politiker der Grünen, der FDP und der SPD sowie der Zentralrat der Juden inwzischen eine Entschuldigung Oettingers bei den Opfern des Nationalsozialismus. Er hatte Filbinger als Gegner des NS-Regimes bezeichnet, obwohl dieser als Marinerichter an mehreren Todesurteilen gegen Deserteure gegen Ende des Zweiten Weltkriegs mitbeteiligt gewesen war. Deshalb war Filbinger 1978 als Ministerpräsident zurückgetreten. BREMEN: Die Grünen sind zu einem so genannten Kleinen Parteitag in Bremen zusammengekommen. Die etwa 80 Delegierten debattieren über den Klimaschutz, die Familienpolitik und den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Die Bundesvorsitzende Claudia Roth warf der Bundesregierung beim Klimaschutz pure Rhetorik vor. Der Bau von 40 neuen Kohlekraftwerken oder der Verzicht auf ein generelles Tempolimit passten nicht zum Plan, dem Klimawandel zu begegnen. Roth sagte wörtlich unter Anspielung auf die Einigung beim EU-Gipfel Ende März auf gemeinsame Obergrenzen: Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfe sich nicht am Sonntag als Klima-Queen feiern lassen und in der Woche bremsen. PJÖNGJANG: Nordkorea hat die Frist zur Abschaltung seines Atomreaktors Yongbyon verstreichen lassen. Die USA und andere Länder appellierten nochmals an die Regierung in Pjöngjang, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Bei den so genannten Sechs-Nationen- Gesprächen in Peking war im Februar vereinbart worden, dass Nordkorea seine wichtigste Atomanlage bis zu diesem Samstag stilllegt. Im Gegenzug sollte Nordkorea umfangreiche Energiehilfen erhalten. PEKING: China hat einen weiteren Satelliten für sein eigenes Navigationssystem ins All geschossen. Der Satellit habe seine Erdumlaufbahn wie geplant erreicht, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Das chinesische Navigationssystem 'Compass' soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Die Volksrepublik will damit unabhängig vom amerikanischen Navigationssystem GPS werden. WASHINGTON: Die sieben führenden Industriestaaten G7 beurteilen die weltwirtschaftliche Entwicklung trotz einiger Risiken positiv. Die Weltwirtschaft befinde sich in der stärksten nachhaltigen Wachstumsphase seit mehr als 30 Jahren, erklärten Vertreter der Finanzministerien und Notenbanken der G7-Gruppe nach einem Treffen in Washington. Sie zeigten sich zuversichtlich, dass Probleme wie etwa steigende Handelsdefizite, nervöse Aktienmärkte und die Krise auf dem US-Immobilienmarkt das weltwirtschaftliche Wachstum nicht stoppen könnten. Die G7-Gruppe forderte zudem Schwellenländer mit großen Leistungsbilanz-Überschüssen wie insbesondere China zu mehr Beweglichkeit bei ihren Wechselkursen auf. An diesem Samstag beginnt in der US-Hauptstadt die Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds IWF und Weltbank. CARACAS: Acht Monate nach seiner schweren Erkrankung hat Kubas Revolutionsführer Fidel Castro nach Angaben des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez die Führung des Landes weitgehend wieder übernommen. Castro erledige bereits einen großen Teil der Regierungsarbeit, sei aber noch nicht offiziell in die Ämter zurückgekehrt, sagte Chávez in Caracas. Erst vor wenigen Tagen hatte der bolivianische Präsident Evo Morales berichtet, Castro werde Ende April wieder arbeiten. Castro hatte aufgrund der Erkrankung die Amtsgeschäfte an seinen jüngeren Bruder Raul übergeben. ANKARA: Beim Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Lastwagen sind in der Türkei mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Bei den meisten Opfern handelt es sich um Kinder. Der Bus befand sich auf dem Weg von Izmir nach Kappadokien, ein wegen seiner Felsformationen beliebtes Reiseziel in Mittelanatolien. Wie es genau zu dem Unfall in der Nähe der Stadt Aksaray kam, ist noch ungeklärt. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne, nur gebietsweise einige Schleierwolken bei sommerlichen 23 bis 28 Grad.
Mittwoch, 21. März 2007Mittwoch, 21. März 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle
March 21, 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch. BERLIN: Nach drei Nullrunden in Folge können die Rentner in Deutschland wieder mit einer leichten Rentenerhöhung rechnen. Bundessozialminister Franz Müntefering kündigte im deutschen Fernsehen an, vom ersten Juli an würden die Renten um 0,54 Prozent angehoben. Eine stärkere Steigerung sei nicht möglich gewesen, da sich die Rentenerhöhung an die Lohnentwicklung anlehne. Umgerechnet bedeute die Erhöhung auf ein volles Jahr 1,2 Milliarden Euro, die zusätzlich an die Rentner flössen.nnGENF: Deutschland muss sich wegen seiner Bildungspolitik vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf rechtfertigen. Vor der offiziellen Vorlage seines Berichts über das deutsche Schulsystem prangerte UN-Menschenrechtsinspektor Vernor Muñoz nochmals Mängel an. Das vielgliedrige Schulsystem in der Bundesrepublik benachteilige vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien, Kinder mit Migrationshintergrund und Behinderte, sagte Muñoz im deutschen Fernsehen. Das Menschenrecht auf Bildung müsse aber für alle gelten. Der UN-Experte hatte vor einem Jahr Schulen in Deutschland besucht. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Jürgen Zöllner, erklärte, die von Muñoz kritisierten Schulformen seien sekundär. Das Wesentliche seien die Anstrengungen für das einzelne Kind.nnBERLIN: Angesichts der Morddrohung gegen die beiden deutschen Geiseln im Irak bemüht sich der Krisenstab des Auswärtigen Amtes weiter intensiv um die Freilassung. Staatsminister Gernot Erler erklärte, die Bundesregierung lasse sich aber nicht erpressen. Daher könne sie die Forderung der Geiselnehmer nicht erfüllen. Diese hatten verlangt, dass die Bundeswehr spätestens bis gestern ihren Abzug aus Afghanistan einleitet. Andernfalls würden die 61-jährige Hannelore Krause und ihr Sohn getötet. Am Dienstag hatte - nach vielen anderen Aufrufen - auch der irakische Vizepräsident Tarik al Haschimi an die Entführer appelliert, die Geiseln freizulassen.nnROM: Der nach zweiwöchiger Geiselhaft in Afghanistan freigelassene italienische Journalist Daniele Mastrogiacomo ist wieder in Rom eingetroffen. Auf dem Flughafen Ciampino wurde er von Ministerpräsident Romano Prodi, seiner Frau und seinen Kindern begrüßt. Mastrogiacomo war am Montag wenige Stunden nach Ablauf eines Ultimatums im Austausch gegen inhaftierte Taliban freigelassen worden. Seinen Fahrer hatten die Entführer geköpft.nnWASHINGTON: Die Internationale Kommission für Versicherungsansprüche aus der Holocaust-Zeit hat die Entschädigungsverfahren für abgeschlossen erklärt. Laut einer in Washington veröffentlichten Erklärung der Kommission wurden insgesamt 306 Millionen Dollar an über 48.000 Holocaust-Überlebende und deren Erben ausgezahlt. An der vom früheren US-Außenminister Lawrence Eagleburger geleiteten Kommission hatten sich rund 70 europäische Versicherungsunternehmen beteiligt. Dabei ging es um die Entschädigung der NS-Opfer, denen zwischen 1933 und 1945 Versicherungspolicen entzogen worden waren.nnJERUSALEM: In Israel hat ein unbefristeter Streik im öffentlichen Dienst begonnen. Die Gewerkschaften wollen damit gegen ausstehende Löhne für tausende kommunale Angestellte protestieren. Von dem Streik sind vor allem Behörden, die Müllabfuhr und der öffentliche Verkehr betroffen.nnMOGADISCHU: In Somalia ist es den zweiten Tag in Folge zu Gefechten mutmaßlicher Islamisten mit Soldaten Äthiopiens und der Übergangsregierung gekommen. Nach Berichten von Anwohnern wurden bei Schußwechseln in der Hauptstadt Mogadschu mehrere Menschen getötet. Erst im Dezember und Januar hatten Truppen Äthiopiens und der Übergangsregierung die Islamisten in Somalia von der Macht vertrieben.nnPEKING: Nordkorea blockiert die Verhandlungen über den Abbau seines Atomwaffenprogramms weiter. Zur Begründung hieß es in Peking, die nordkoreanische Delegation warte weiter auf die Überweisung von 25 Millionen US-Dollar von Konten in Macao. Nach Darstellung des US-Finanzministeriums hängt die Transaktion von Gesprächen zwischen Nordkorea und Macao ab. Die USA hatten am Montag die Freigabe der 2005 wegen des Verdachts der Geldwäsche blockierten Mittel genehmigt.nnNEW YORK: Indonesien, Katar und Südafrika haben Änderungen am Resolutionsentwurf des Weltsicherheitsrats zum iranischen Atomprogramm vorgeschlagen. Über die Anträge berieten die Mitglieder des Rates während eines informellen Treffens in New York. Der Sicherheitsrat will an diesem Mittwoch Beratungen über den Resolutionsentwurf der fünf Vetomächte und Deutschlands aufnehmen. Der Entwurf sieht schärfere Sanktionen gegen den Iran vor, weil die Führung in Teheran sich nach wie vor weigert, die Uran-Anreicherung einzustellen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad lehnte in einer Rede zum persischen Neujahrsfest abermals Zugeständnisse ab.nnBERLIN: Angesichts des Streits um die US-Pläne für ein Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer Spaltung Europas gewarnt. Europa schwäche sich in seiner Kraft und Durchsetzungsfähigkeit, wenn es uneinig sei, sagte sie der 'Rheinischen Post' in Düsseldorf. Auch in anderen Bereichen, etwa in der Energiepolitik, müsse eine gemeinsame Haltung der Europäer angestrebt werden, forderte Merkel.nnPHOENIX: Am Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona ist der so genannte 'Skywalk' feierlich eröffnet worden. Die hufeisenförmige Aussichtsplattform mit Boden und Brüstung aus Glas befindet sich rund 1.200 Meter über der Schlucht und ragt mehr als 20 Meter über den Felsrand hinaus. Vom 28. März an wird sie auch für die Öffentlichkeit begehbar sein. Das Spezialglas für den 'Skywalk' lieferten Unternehmen aus Berlin und Köln.nnDAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zum Frühlingsanfang in der Osthälfte meist bedeckt, zeitweise Regen, in höheren Lagen Schnee. Im Westen wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern. Höchstwerte null bis acht Grad.
Mittwoch, 14. März 2007Mittwoch, 14. März 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle
March 14, 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch. BERLIN: Das Bundeskabinett ist zusammengekommen, um die für 2008 geplante Unternehmenssteuerreform zu beschließen. Der Gesetzentwurf von Finanzminister Peer Steinbrück sieht eine Senkung der Gesamtsteuerlast der Konzerne von 39 Prozent auf knapp unter 30 Prozent vor. Die Mindereinnahmen für den Staat sollen auf fünf Milliarden Euro begrenzt werden. Wirtschaftsminister Michael Glos hat erneut Nachbesserungen für den Mittelstand gefordert. Der CSU-Politiker beklagt Nachteile für kleine und mittlere Unternehmen. SPD-Linke und Gewerkschaften sprachen von einem 'ungerechtfertigten Milliarden-Geschenk'. nnBERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Umweltkommissar Stavros Dimas haben die britischen Pläne zum Klimaschutz begrüßt. Der 'Süddeutschen Zeitung' sagte Merkel, der Weg, den Großbritannien vorzeichne, sei richtig. Insbesondere sei es richtig, beim Verbraucher mit dem Klimaschutz zu beginnen. Dimas nannte das geplante britische Gesetz einen mutigen Schritt mit Signalwirkung auf die anderen EU-Mitgliedstaaten. Die Regierung von Premierminister Tony Blair hatte am Dienstag einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der verbindliche Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen vorsieht. Dem zufolge will die britische Regierung die Kohlendioxid-Emissionen bis 2050 um mindestens 60 Prozent senken. nnHARARE: Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ist aus der Haft entlassen worden. Nach Auskunft seiner Anwältin ging Tsvangirai nach einem geplatzten Gerichtstermin nach Hause. Die Vertreter der Staatsanwaltschaft seien zu dem Termin nicht erschienen. Der Oppositionpolitiker und zahlreiche Mitstreiter waren am Sonntag nach einer Anti-Regierungskundgebung in der Hauptstadt Harare verhaftet und nach eigener Darstellung im Gefängnis schwer misshandelt worden. Sie mussten sich deswegen in eine Klinik begeben. Tsvangirai führt die größte Oppositionspartei in Simbabwe an. Er gilt als schärfster Kritiker des autokratisch herrschenden Präsidenten Robert Mugabe. nnNEW YORK: Großbritannien und die USA haben der sudanesischen Regierung Konsequenzen angedroht, falls diese die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe in die Krisenprovinz Darfur weiter blockiert. Wenn die Regierung in Khartum nichts Konstruktives beitrage, müsse mehr Druck ausgeübt werden, sagte der britische UN-Botschafter Emyr Jones Parry in New York. Auch die USA drohten mit härteren Maßnahmen. Der sudanesische Präsident Omar el Baschir weigert sich bislang, zusätzlich zu Soldaten aus der Afrikanischen Union auch UN-Truppen ins Land zu lassen, die für einen Schutz der Zivilbevölkerung vor Übergriffen arabischer Reitermilizen sorgen sollen. nnTOKIO: In der japanischen Hauptstadt haben Vertreter Israels und der Palästinenser Beratungen über die Förderung der palästinensischen Wirtschaft aufgenommen. Dabei geht es unter anderem um die Schaffung eines Agrar-Industrieparks im Westjordanland. An den Gesprächen nehmen auch der stellvertretende israelische Regierungschef Schimon Peres und der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat teil. nnPJÖNGJANG: Der Besuch des Generaldirektors der Internationalen Atomenergie-Organisation, Mohammed el Baradei, in Nordkorea ist von Irritationen überschattet. Nach Angaben der Organisation kam kein Gespräch el Baradeis mit dem nordkoreanischen Atom-Chefunterhändler, Vizeaußenminister Kim Kye Gwan, zustande. Zur Begründung habe die Führung in Pjöngjang erklärt, Kim sei "zu beschäftigt". Stattdessen traf el Baradei einen Kollegen Kims. Nach der Einigung mit Nordkorea über einen Abbau des Kernwaffenprogramms wollte El Baradei in Pjöngjang über eine baldige Rückkehr seiner Atominspekteure verhandeln. Bei den Sechs-Länder-Gesprächen hatte Nordkorea zugesagt, bis Mitte April den Atomreaktor in Yongbyon stillzulegen. nnBANGKOK: Bei einem Terroranschlag im Süden Thailands sind neun Menschen Menschen getötet worden. In der Provinz Yala hätten mutmaßliche moslemische Extremisten wahllos auf einen vollbesetzten Kleinbus geschossen, teilte die Polizei mit. Zwei Insassen hätten lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Im moslemisch geprägten Süden Thailands kämpfen Separatisten für mehr Eigenständigkeit. nnNEW YORK: Nach Berechnungen der Vereinten Nationen wird sich die Zahl der Senioren weltweit bis 2050 fast verdreifachen. Bis dahin gebe es rund zwei Milliarden Menschen über 60 Jahre, heißt es in der Prognose. Dies wäre knapp ein Viertel der erwarteten Weltbevölkerung von gut neun Milliarden. Die UN prognostizieren vor allem für ärmere Staaten ein deutlicheres Bevölkerungswachstum. In den reichen Nationen werde die Zahl der Menschen gleich bleiben und sich daher der Alterungsprozess deutlicher bemerkbar machen. nnROM: Papst Benedikt der Sechzehnte ist erstmals mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Unterredung im Vatikan stand die Überwindung der Spannungen zwischen der römisch-katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche. Außerdem seien Fragen der internationalen Politik und der Bedrohung des Zusammenlebens der Völker durch Extremismus und Intoleranz angesprochen worden. Über einen Russlandbesuch Benedikts sei jedoch nicht gesprochen worden, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi nach dem Treffen. nnHANNOVER: Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet an diesem Mittwoch die Cebit in Hannover. Auf der weltgrößten Messe für Informationstechnik und Telekommunikation zeigen mehr als 6.000 Aussteller aus 77 Ländern ihre Neuheiten und tauschen sich mit den Besuchern über Entwicklungstrends der Branche aus. Mehr als 50 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland, die meisten aus Taiwan. nnDAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder viel Sonnenschein, im Norden und Westen zeitweise ein paar Wolkenfelder. Es bleibt mild mit Tageswerten zwischen zehn und 15 Grad.