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politik.de Standpunkt: Atomdebatte im Wahlkampf
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Freitag, 13. Juli 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on July 13, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag FRANKFURT AM MAIN: Nach wochenlanger Rekordjagd ist der Deutsche Aktienindex auf ein neues Allzeithoch geklettert. Getrieben von der boomenden deutschen Wirtschaft und positiven Vorgaben aus den USA übertraf der DAX seinen bisherigen Höchststand von März 2000. Am Freitagvormittag stieg das Börsenbarometer auf bis zu 8.151 Punkte, mittlerweile gingen die Kurse wieder etwas zurück. Nach Einschätzung von Analysten ist ein Ende des Aufschwungs noch nicht in Sicht. - Am Donnerstag hatte auch die New Yorker Wall Street einen Rekord vermeldet. Mit knapp 13.862 Punkten schloss der Dow-Jones-Index so hoch wie nie zuvor.FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn beharrt die Gewerkschaft der Lokomotivführer auf ihrer Forderung nach massiven Lohnerhöhungen. Die GDL bestehe auf einem eigenständigen Tarifvertrag, betonte der Gewerkschaftsvorsitzende Manfred Schell kurz vor Beginn der Verhandlungen in Frankfurt. Er gehe jedoch ohne Illusionen in die Gespräche, sagte Schell. Seine Gewerkschaft verlangt Einkommensverbesserungen um bis zu 31 Prozent. Die Bahn-Führung will maximal viereinhalb Prozent mehr zahlen. Einen entsprechenden Tarifabschluss hatte die Bahn Anfang der Woche mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbart.KIEL: Wegen der Pannenserie im schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Krümmel werden jetzt auch Polizei und Staatsanwaltschaft aktiv. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lübeck durchsuchten Polizisten den Leitstand und Büroräume des Atomkraftwerks östlich von Hamburg. Nach Angaben der Behörden hatte sich der Stromkonzern Vattenfall geweigert, die Personalien eines Reaktormitarbeiters zu nennen, der als Zeuge befragt werden sollte. Daraufhin sei ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt worden. - Das AKW Krümmel steht seit einem Brand Ende Juni still. Seitdem wurden weitere Pannen dort bekannt.WIEN: Der Iran hat überraschend einer weiteren Inspektion seines im Bau befindlichen Schwerwasserreaktors bei Arak zugestimmt. Dies ist eines der Ergebnisse von Gesprächen, die eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in dieser Woche in Teheran führte. Wie in Wien mitgeteilt wurde, sollen Atominspekteure Ende Juli außerdem Informationen erhalten, die noch offene Fragen im Zusammenhang mit dem jahrzehntelang geheimen Nuklearprogramm Irans klären könnten. -- Dazu gehören unter anderem frühere Plutonium-Experimente. Entscheidungen über eine vollständige Überwachung der Urananreicherungsanlage bei Natans sollen im August fallen. PJÖNGJANG: Die nordkoreanische Militärführung hat direkte Gespräche mit den US-Streitkräften vorgeschlagen, die USA gleichzeitig aber auch gewarnt, weiter Druck auf Nordkorea auszuüben. An den bilateralen Militärgesprächen über Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel könnten auch die Vereinten Nationen teilnehmen, zitiert die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA den Leiter der Militärmission in der Demilitarisierten Grenzzone. Washington solle die Chance nicht verpassen. Sollten die USA aber ihre Strategie der "Erpressung" beibehalten, seien auch die jüngsten Vereinbarungen über den Ausstieg aus dem Atomprogramm in Frage gestellt, drohte die Führung Nordkoreas. WASHINGTON: Das von den Demokraten beherrschte US-Repräsentantenhaus hat noch einmal für den Beginn des Abzugs der amerikanischen Truppen aus dem Irak innerhalb von 120 Tagen gestimmt. Der Beschluss fiel trotz einer Vetodrohung von Präsident George W. Bush mit 223 gegen 201 Stimmen. Vor der Abstimmung hatte die Regierung in einem Zwischenbericht festgestellt, dass die irakische Führung bei der Umsetzung der von den USA geforderten politischen, militärischen und wirtschaftlichen Reformen nur geringe Fortschritte macht. --- Insbesondere würden zu wenig eigene irakische Sicherheitskräfte rekrutiert, die auch eigenständig agieren könnten. Zudem gelinge es der Führung in Bagdad nicht, die Milizen zu entwaffnen. BAGDAD: Amerikanische Truppen haben bei einer Razzia gegen mutmaßliche schiitische Extremisten in Bagdad nach eigenen Angaben auch sechs irakische Polizisten getötet. Das US-Kommando erklärte, bei der Militäroperation habe man zur Unterstützung Kampfjets einsetzen müssen. Außer den Polizisten seien auch mehrere "Terroristen" ums Leben gekommen. Bei der Razzia habe man den Anführer einer Terrorgruppe gefangengenommen, einen Polizeioffizier, der enge Beziehungen zu den iranischen Revolutionsgarden unterhalten habe. -- Bei einem Angriff von Aufständischen auf das Innenministerium wurden fünf Wachen getötet und mehrere verletzt. ISLAMABAD: Nach der blutigen Erstürmung der Roten Moschee in Islamabad hat Präsident Pervez Musharraf in einer Fernsehansprache dem Terrorismus in Pakistan den Kampf angesagt. Der Militärmachthaber rief zudem die Führer der tausenden Koranschulen auf, Mäßigung zu predigen. Vor Regierungsgebäuden und Moscheen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. An der Grenze zu Afghanistan, von wo aus die radikalislamischen Taliban operieren, sollen die Truppen aufgestockt werden. Die grenznahe Stadt Hangu wurde nach den jüngsten Anschlägen militanter Islamisten umstellt. BERLIN: Einen Tag nach dem Integrationsgipfel im Kanzleramt hat die Bundesregierung eine umfangreiche Aufklärungsaktion gestartet. Mit zehntausenden Plakaten will die Regierung in ganz Deutschland für die Integration von Mitbürgern ausländischer Herkunft werben. Die von der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer vorgestellte Aktion richtet sich nicht nur an die Allgemeinheit, sondern gezielt auch an Sportverbände und Schulen. Mit zusätzlichen Kampagnen wolle man vor allem türkisch-stämmige Familien über das neue Zuwanderungsrecht aufklären, sagte Böhmer.BERLIN: Auf Druck der Parteibasis müssen sich die Grünen auf einem Sonderparteitag Mitte September mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr befassen. Wie ein Parteisprecher mitteilte, berief der Bundesvorstand das Treffen auf Antrag von 44 Kreisverbänden ein. Mindestens zehn Prozent aller Kreisverbände -genau 44 - sind nötig, um eine außerordentliche Bundesdelegiertenkonferenz auch gegen den Willen der Parteiführung zu erzwingen. Parteiintern umstritten ist bei den Grünen vor allem der Einsatz deutscher Tornados in Afghanistan. Im Herbst muss der Bundestag über eine mögliche Verlängerung des Mandats entscheiden.BERLIN: Bund und Länder wollen in den nächsten fünf Jahren eine weitere Milliarde Euro für die Sanierung der Braunkohle-Altlasten in Ostdeutschland aufwenden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Finanzminister Peer Steinbrück und Vertretern der Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen unterzeichnet. Geplant ist, dass in den ehemaligen ostdeutschen Braunkohlerevieren neue Seenlandschaften entstehen. Auch in die Infrastruktur soll investiert werden.DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Anfangs dichte Wolken und örtlich etwas Regen. Im Tagesverlauf von Süden her Auflockerungen. Höchstwerte 20 bis 29 Grad.
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Freitag, 6. Juli 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on July 06, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag ISLAMABAD: Die in der Roten Moschee im Zentrum von Islamabad verschanzten Islamisten haben die Regierungsforderung nach bedingungsloser Kapitulation erneut zurückgewiesen. Man werde Widerstand leisten bis zum Tod, kündigte einer der Geistlichen in dem Gebetshaus an. Die pakistanischen Sicherheitskräfte setzten ihre Belagerung des Gebäudekomplexes fort. Dabei kam es wieder zu Schießereien. Seit Dienstag wurden 19 Menschen getötet. Auf Staatspräsident Pervez Musharraf wurde offenbar erneut ein Anschlag versucht. Das startende Flugzeug Musharrafs sei in Islamabad beschossen, aber nicht getroffen worden, hieß es in pakistanischen Sicherheitskreisen. - Im Südwesten Pakistans wurden nach Informationen der Agentur DPA zwei deutsche Staatsbürger unter Terrorverdacht festgenommen. Die beiden Brüder türkischer Herkunft hätten Verbindungen zur Terrororganisation El Kaida und in Afghanistan ein Trainingscamp besucht, zitiert die Agentur einen Offizier des pakistanischen Grenzschutzes. Das Auswärtige Amt in Berlin kündigte eine Prüfung dieser Meldungen an. CANBERRA: Im Rahmen der Ermittlungen zu den Anschlagsversuchen in Großbritannien hat die Polizei bei Razzien in zwei australischen Krankenhäusern Computer beschlagnahmt und weitere ausländische Ärzte vernommen. Mögliches Beweismaterial sei in Krankenhäusern in Perth und Kalgoorlie im Bundesstaat Western Australia beschlagnahmt worden, teilte die Polizei mit. Zudem seien fünf indische Ärzte verhört worden. Vier von ihnen hätten ebenso wie die bereits inhaftierten Terrorverdächtigen im britischen Gesundheitswesen gearbeitet und Kontakt zu anderen Verdächtigen gehabt.BERLIN: Der Bundesrat hat der von der großen Koalition im Bundestag verabschiedeten Steuerreform zugestimmt. Damit kann das Reformwerk, dessen Ziel es ist, Deutschland als Unternehmensstandort attraktiver zu machen, zum 1. Januar in Kraft treten. Die Steuerbelastung für Kapitalgesellschaften sinkt auf knapp unter 30 Prozent. - Mehrheitlich billigte die Vertretung der Länder die von Migrantenverbänden kritisierten Änderungen beim Zuwanderungsrecht. Unter anderem dürfen Ehepartner aus Nicht-EU-Staaten künftig nur nach Deutschland nachziehen, wenn sie mindestens 18 Jahre alt sind und Deutschkenntnisse nachweisen können. Zudem stimmte die Länderkammer dem vom Bundestag beschlossenen Rauchverbot in Bahnen, Bussen und Taxis sowie in Bundesbehörden zu. Auch die Null-Promille-Grenze für alle Autofahrer unter 21 Jahren fand die Zustimmung des Bundesrates.BERLIN: Die Koalitionspartner Union und SPD haben im Bundestag zwei neue Programme für Langzeitarbeitslose beschlossen. In den kommenden beiden Jahren werden 100.000 Stellen für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose bezuschusst. Mit dem zweiten Programm sollen junge Erwachsene bei der Jobsuche unterstützt werden. NÜRNBERG: Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für dieses Jahr mit einem Überschuss von 2,5 bis drei Milliarden Euro. Dies teilte die Behörde nach einer Sitzung des Verwaltungsrates mit. Die anhaltend gute Konjunktur sorge für mehr Beitragszahler. Gleichzeitig würden weniger Menschen arbeitslos, hieß es zu Begründung. BERLIN: Nach der Veröffentlichung der Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten im Internet geht die Debatte über die Regelung weiter. Der Präsident des Deutschen Anwaltsvereins, Hartmut Kilger, erklärte, es werde in Zukunft schwieriger, Freiberufler für eine Tätigkeit als Parlamentarier zu interessieren. Der Verwaltungswissenschaftler Hans Herbert von Arnim forderte hingegen detalliertere Angaben zu den Nebeneinkünften. - Diese müssen nach der vom Verfassungsgericht gebilligten Regelung in drei Einkommensstufen zwischen 1.000 und mehr als 7.000 Euro angegeben werden. - Die überwiegende Mehrheit der 613 Bundestagsabgeordneten hat danach keine Einkünfte aus Nebentätigkeiten. BERLIN: Als Konsequenz aus dem Zwischenfall im Atomkraftwerk Krümmel haben die Grünen gefordert, dem Betreiber Vattenfall die Lizenz zu entziehen. Das Unternehmen habe die Öffentlichkeit nicht über das wirkliche Ausmaß des Zwischenfalls informiert, sagte Fraktionschefin Renate Künast. - Vor gut einer Woche war in Krümmel ein Transformator nach einem Kurzschluss in Brand geraten. Die Ursache für den Kurzschluss ist nicht bekannt. Das Kernkraftwerk ist weiter abgeschaltet. BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler sieht die beiden Neumitglieder Rumänien und Bulgarien auf einem guten Weg in der Europäischen Union. Nach seinem Besuch beider Länder sagte Köhler in einem Rundfunkinterview, der Beitritt habe dort Wirtschaft und Politik positiv beeinflusst. Zugleich hob Köhler hervor, dass es in Rumänien und Bulgarien trotz des Erreichten noch viel zu tun gebe. Dennoch seien die Länder für Unternehmen attraktive Investitionsstandorte, so Köhler. ANKARA: Der Prozess gegen den deutschen Schüler Marco.W.aus Uelzen ist im südtürkischen Urlaubsort Antalya kurz nach Beginn auf den 8. August vertagt worden. Der 17-Jährige wird des sexuellen Missbrauchs eines 13-jährigen Mädchens aus Großbritannien beschuldigt. Marco W. bestreitet die Vorwürfe. Er muss weiter in Untersuchungshaft bleiben. Das Mädchen erschien nicht zur Verhandlung. Wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten findet das Verfahren hinter verschlossenen Türen statt. TOKIO: Nach den USA plant nun auch Japan die baldige Errichtung eines Raketenschilds zum Schutz vor möglichen Angriffen Nordkoreas. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nordkorea müsse Japan seine Zusammenarbeit mit der US-Armee ausdehnen, empfiehlt der Jahresbericht des Verteidigungsministeriums. Darin heißt es weiter, das stalinistisch geführte Land arbeite weiter an der Verbesserung seiner Raketen, um ganz Ostasien sowie den Norden Australiens und den US-Bundesstaat Alaska erreichen zu können. DILI: Osttimor wird künftig von einer Koalitionsregierung unter Ausschluss der bisherigen Regierungspartei Fretilin regiert. Die zweit- und drittplatzierten Parteien schlossen sich zu einer Koalition zusammen, die unter dem früheren Präsidenten Xanana Gusmao die Regierungsverantwortung übernehmen will. Die aus dem Unabhängigkeitskampf gegen Indonesien hervorgegangene Fretilin-Partei kam bei den Wahlen vor sechs Tagen auf 29 Prozent der Stimmen. Gusmao erreichte mit seiner neugegründeten Partei Nationaler Kongress für den Wiederaufbau Osttimors (CNRT) 24 Prozent, tat sich aber mit zwei kleineren Parteien zusammen. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden Schauer, vereinzelt Gewitter. Im Süden zunehmend freundlich, teils sonnig. Tagestemperaturen 17 bis 22 Grad Celsius.
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Sonntag, 1. Juli 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on July 01, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag LONDON: Nach dem Anschlag auf den Flughafen von Glasgow und den Bombenfunden in London hat die britische Regierung um Verständnis für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gebeten. Die Bevölkerung müsse sich auf zusätzliche Kontrollen an Flughäfen und die Durchsuchung von Autos einstellen, sagte Premierminister Gordon Brown. Zugleich betonte der neue Regierungschef, Großbritannien lasse sich nicht einschüchtern. Bei einer Razzia in der nordenglischen Grafschaft Cheshire wurden in der Nacht zum Sonntag zwei Verdächtige festgenommen. Sie wurden inzwischen zum Verhör nach London gebracht. In Polizeigewahrsam befinden sich auch die beiden Männer, die am Samstag mit einem Geländewagen in ein Terminalgebäude des Glasgower Flughafens gerast waren. WASHINGTON: Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse in Großbritannien verschärfen auch die USA ihre Sicherheitsvorkehrungen im Flugverkehr. Reisende müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen. Auch andere Massentransportmittel sollen besser überwacht werden, wie die Regierung in Washington mitteilte. Dabei handele es sich um Vorsichtsmaßnahmen, auch mit Blick auf den bevorstehenden Nationalfeiertag am 4. Juli, sagte Heimatschutzminister Michael Chertoff. In Deutschland sollen die Sicherheitsvorkehrungen nach Auskunft des Bundesinnenministeriums nicht noch einmal verschärft werden. TEL AVIV: Bei Luftangriffen der israelischen Armee sind im Gazastreifen sieben Palästinenser getötet worden. Ein Militärsprecher teilte mit, bei allen Getöteten handele es sich um Mitglieder der militanten Palästinensergruppe 'Islamischer Dschihad'. Die Extremisten hätten Anschläge auf Israelis verübt oder geplant. Dagegen hieß es von palästinensischer Seite, drei der Toten seien Zivilisten gewesen. WASHINGTON: Die USA und Südkorea haben ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Dieses werde die ohnehin gute Partnerschaft zwischen beiden Ländern weiter verbessern, sagte US-Präsident George W. Bush. Zugleich forderte er den Kongress auf, den Vertrag zu ratifizieren, weil dadurch der Export angekurbelt werde. Kritiker befüchten hingegen Arbeitsplatzverluste in der amerikanischen Automobilbranche. HONGKONG: Am zehnten Jahrestag der Rückgabe Hongkongs an China haben in der früheren britischen Kronkolonie mehrere zehntausend Menschen für freie Wahlen demonstriert. Der Protestmarsch formierte sich nach einer Rede des chinesischen Staats- und Parteichefs Hu Jintao, die als indirekte Warnung an die Befürworter von mehr Demokratie gewertet wurde. Hu hatte erklärt, dass die nationale Einheit Chinas über den Einzelinteressen der heutigen Sonderverwaltungsregion Hongkong stehe. Zugleich würdigte er die Leistungen der Wirtschaftsmetropole. - Nach mehr als 150 Jahren britischer Herrschaft war Hongkong am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben worden. DHAKA: Bei einem Tropensturm im Golf von Bengalen sind zahlreiche Fischerboote gesunken. Nach Angaben der Behörden fehlt von etwa 40 Fischern aus Bangladesch jede Spur. Die Vermissten hatten Sturmwarnungen ignoriert. LISSABON: Portugal hat turnusgemäß für ein halbes Jahr die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernommen. Die deutsche Ratspräsidentschaft ist damit zu Ende. Wichtigste Aufgabe des portugiesischen Vorsitzes wird es sein, die Verhandlungen über den neuen EU-Grundlagenvertrag erfolgreich zu Ende zu führen. Der Vertrag war unter deutscher Federführung beim EU-Gipfel in Brüssel vereinbart worden. Zudem will Portugal die strategische Partnerschaft der Europäer mit Afrika sowie die Zusammenarbeit der EU mit Brasilien ausbauen. BERLIN: SPD-Fraktionschef Peter Struck hat sich gegen Überlegungen seiner Fraktion gewandt, die Elitesoldaten des "Kommandos Spezialkräfte" der Bundeswehr - kurz KSK - nicht mehr für den Einsatz in Afghanistan bereitzustellen. Er sei dafür, diese Soldaten weiterhin für den US-geführten Anti-Terror-Einsatz in Afghanistan zur Verfügung zu stellen, sagte Struck im Deutschlandfunk. Die bis zu 100 Mann der Spezialtruppe KSK sind allerdings in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr angefordert worden. Im Herbst will der Bundestag über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr entscheiden, die vor allem als Teil der internationalen Schutztruppe ISAF agiert. Verteidigungsminister Franz Josef Jung sprach sich gegen Vorschläge aus, die verschiedenen Mandate zusammenzulegen. BERLIN: Bei der Deutschen Bahn zeichnet sich ein flächendeckender Arbeitskampf ab. Nachdem sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auch bei einer letzten Verhandlungsrunde vor dem Ende der Friedenspflicht nicht auf einen Abschluss einigen konnten, kamen in Berlin die Gremien der Gewerkschaften Transnet und GDBA zusammen. Sie wollen über die Aufnahme des Streiks beraten. Die Arbeitgeber hatten bis zuletzt die Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn für die rund 134.000 Beschäftigten als nicht akzeptabel abgelehnt. KIEL: Nach den Störfällen in den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel hat die für Reaktorsicherheit zuständige Landesministerin von Schleswig-Holstein, Gitta Trauernicht, ein Ende der Debatte über den vereinbarten Atomausstieg verlangt. Die Unternehmen hätten bereits jetzt viel Zeit bei der Umstellung auf andere Energiearten verloren, sagte die SPD-Politikerin. Während das Atomkraftwerk Brunsbüttel wieder ans Netz gehen sollte, bleibt der Reaktor in Krümmel bis auf weiteres stillgelegt. KLAGENFURT: Der deutsche Schriftsteller Lutz Seiler hat den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen, eine der bedeutendsten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Die Jury in Klagenfurt würdigte mit ihrer Entscheidung vor allem Seilers bislang unbekannte Reisebeschreibung "Turksib". Der Bachmann-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es ist wechselhaft oder bewölkt, im Süden und Osten gibt es längere sonnige Abschnitte. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 19 und 28 Grad.Am Vormittag meldeten:Hamburg: 15 Grad, etwas Regen;Dresden: 19 Grad, wolkig;Berlin und Frankfurt/Main: 17 Grad, bewölkt;Köln/Bonn und München: 19 Grad, leicht bewölkt.
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Samstag, 30. Juni 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on June 30, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag LONDON: Nach dem Fund von zwei Autobomben im Zentrum der britischen Hauptstadt hat die Polizei die Fahndung nach den Drahtziehern intensiviert. In die Ermittlungen seien inzwischen auch die Behörden anderer Länder ei ngeschaltet worden, heißt es aus London. Die geplanten Anschläge ließen die Handschrift der Terror-Organisation El Kaida erkennen, sagten Sicherheitsexperten. An den beiden Fahrzeugen, in denen Sprengsätze aus Benzin, Gaskanistern und Nägeln deponiert waren, konnten zahlreiche Spuren gesichert werden. Ausgewertet wurden auch die Bilder von Überwachungskameras. Die Bomben, die am Freitag eher zufällig entdeckt und dann entschärft wurden, hätten bei einer Explosion hunderte Menschen töten können. BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist in Berlin mit Kollegen aus fünf zentralasiatischen Staaten zusammengetroffen. Zum Abschluss der deutschen Ratspräsidentschaft will der Minister mit den Ressortchefs die neue Zentralasien-Strategie der Europäischen Union erörtern. Sie legt erstmals Leitlinien für ein stärkeres Engagement in der rohstoffreichen Region fest. Es handelt sich um die zweite derartige Zusammenkunft der EU mit Vertretern der Staaten Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Das erste Treffen hatte im März in der kaschischen Hauptstadt Astana stattgefunden. DILI: Ohne nennenswerte Zwischenfälle ist in Osttimor ein neues Parlament gewählt worden. Erste Ergebnisse werden nicht vor Anfang nächster Woche erwartet. Nach Einschätzung politischer Beobachter könnte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der bisherigen Regierungspartei Fretilin und der erst kürzlich von Ex-Präsident Xanana Gusmao gegründeten Partei 'Nationalkongress für den Wiederaufbau Osttimors' kommen. - Die frühere portugiesische Kolonie, die 2002 von Indonesien unabhängig wurde, ist einer der kleinsten und ärmsten Staaten der Welt. PEKING: Nach ihrem Besuch in Nordkorea haben sich Experten der Vereinten Nationen zuversichtlich gezeigt, dass das kommunistische Land den umstrittenen Atomreaktor Yongbyon bald schließen wird. Einen genauen Zeitrahmen gebe es aber noch nicht, sagte Delegationsleiter Olli Heinonen in Peking. Er und sein Team hatten den Reaktor am Donnerstag inspiziert. In Verhandlungen mit den USA, Russland, China, Japan und Südkorea hatte sich die nordkoreanische Führung bereit erklärt, ihr Atomprogramm zu beenden. Im Gegenzug wurde dem verarmten Land wirtschaftliche und humanitäre Hilfe zugesagt. BAGDAD: Die US-Truppen im Irak haben in einem Schiitenviertel der Hauptstadt Bagdad nach eigenen Angaben 26 Extremisten getötet. Etliche weitere Aufständische wurden bei dem Einsatz in Sadr City festgenommen. Die Extremisten hätten Verbindungen zu 'iranischen Terrornetzwerken' gehabt, teilte die US-Armee mit. Sie wirft den Aufständischen in Sadr City vor, Waffen aus dem Iran in den Irak zu schmuggeln. BAGDAD: Das US-Militär hat zwei seiner Soldaten wegen vorsätzlichen Mordes an Irakern angeklagt. Den Soldaten wird vorgeworfen, südlich von Bagdad drei Iraker erschossen zu haben. Anschließend sollen sie neben die Leichen Waffen gelegt haben, um den Eindruck zu erwecken, dass ihre Opfer bei Kämpfen getötet wurden. Die beiden Angeklagten warten derzeit in einem amerikanischen Militärgefängnis in Kuwait auf ihren Prozess. BERLIN: Der Bund will die Neuverschuldung rascher zurückfahren. Finanzminister Peer Steinbrück sagte, für das nächste Jahr seien neue Schulden von knapp 13 Milliarden Euro geplant. Das seien 40 Prozent weniger als die bisher veranschlagten 21,5 Milliarden Euro. Spätestens 2011 wolle der Bund ohne neue Schulden auskommen und einen ersten Überschuss erzielen, sagte der SPD-Politiker der "Berliner Zeitung". Dann könnte zumindest mit einem Teil dieses Überschusses begonnen werden, den Schuldenberg des Bundes von etwa 900 Milliarden Euro abzutragen. Steinbrück will seinen Haushaltsentwurf für 2008 am Mittwoch im Kabinett vorstellen. HANNOVER: Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff setzt sich dafür ein, dass die große Koalition sich noch in diesem Jahr bei der Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen einigt. Diese wichtige Frage sollte nicht als Wahlkampfthema für 2009 verheizt werden, sagte Wulff der Nachrichtenagentur dpa. Der CDU-Politiker erwartet, dass die Koalition aus den Vorschlägen von SPD und Union ein einheitliches Konzept erstellt, damit der Vermögensaufbau der Arbeitnehmer rasch vorankommt. Die Union will mit Steueranreizen für eine stärkere Beteiligung von Arbeitnehmern an den Unternehmen sorgen. Dagegen setzt die SPD auf einen öffentlich verwalteten Deutschlandfonds.KIEL: Nach dem Brand im Atomkraftwerk Krümmel wollen Experten an diesem Samstag zum zerstörten Transformator vordringen. Bisher hat die große Hitzeentwicklung die Sachverständigen davon abgehalten, die Brandstelle zu inspizieren. Die schweren Pannen in Krümmel und dem Atomkraftwerk Brunsbüttel haben die Debatte über die Nutzung der Kernkraft wieder angeheizt. Umweltschutzorganisationen forderten die Stilllegung der beiden betroffenen Atommeiler und einen schnellstmöglichen Atomausstieg in ganz Deutschland. - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel wies Forderungen der Stromkonzerne nach einem Aufweichen des Atomausstiegs zurück. Je länger ein Kraftwerk laufe, desto höher sei die Störanfälligkeit, sagte Gabriel. BRÜSSEL: In der Europäischen Union ist die so genannte Roaming-Richtlinie in Kraft getreten, die Preisobergrenzen für Mobilfunkgespräche im EU-Ausland vorschreibt. Künftig gilt für solche Anrufe ein einheitlicher Höchstpreis von 49 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer. Die Mobilfunkanbieter müssen jedem ihrer Kunden bis Ende Juli ein entsprechendes Angebot vorlegen. In den kommenden Jahren sollen die Preise weiter sinken. NEU DELHI: Heftige Monsun-Regenfälle haben den Verkehr in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay lahm gelegt. Straßen stehen unter Wasser, Zugverbindungen fielen aus und Flugreisende müssen mit Verspätungen rechnen. Im Osten Indiens flüchteten tausende Menschen vor einem tropischen Wirbelsturm, der sich vom Golf von Bengalen zum Festland bewegt. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte wechselnd bewölkt mit Schauern, in der Südhälfte zeitweise sonnig. An der Nordsee 16 Grad, sonst 19 bis 24 Grad.
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