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Freitag, 13. Juli 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on July 13, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag FRANKFURT AM MAIN: Nach wochenlanger Rekordjagd ist der Deutsche Aktienindex auf ein neues Allzeithoch geklettert. Getrieben von der boomenden deutschen Wirtschaft und positiven Vorgaben aus den USA übertraf der DAX seinen bisherigen Höchststand von März 2000. Am Freitagvormittag stieg das Börsenbarometer auf bis zu 8.151 Punkte, mittlerweile gingen die Kurse wieder etwas zurück. Nach Einschätzung von Analysten ist ein Ende des Aufschwungs noch nicht in Sicht. - Am Donnerstag hatte auch die New Yorker Wall Street einen Rekord vermeldet. Mit knapp 13.862 Punkten schloss der Dow-Jones-Index so hoch wie nie zuvor.FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn beharrt die Gewerkschaft der Lokomotivführer auf ihrer Forderung nach massiven Lohnerhöhungen. Die GDL bestehe auf einem eigenständigen Tarifvertrag, betonte der Gewerkschaftsvorsitzende Manfred Schell kurz vor Beginn der Verhandlungen in Frankfurt. Er gehe jedoch ohne Illusionen in die Gespräche, sagte Schell. Seine Gewerkschaft verlangt Einkommensverbesserungen um bis zu 31 Prozent. Die Bahn-Führung will maximal viereinhalb Prozent mehr zahlen. Einen entsprechenden Tarifabschluss hatte die Bahn Anfang der Woche mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbart.KIEL: Wegen der Pannenserie im schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Krümmel werden jetzt auch Polizei und Staatsanwaltschaft aktiv. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lübeck durchsuchten Polizisten den Leitstand und Büroräume des Atomkraftwerks östlich von Hamburg. Nach Angaben der Behörden hatte sich der Stromkonzern Vattenfall geweigert, die Personalien eines Reaktormitarbeiters zu nennen, der als Zeuge befragt werden sollte. Daraufhin sei ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt worden. - Das AKW Krümmel steht seit einem Brand Ende Juni still. Seitdem wurden weitere Pannen dort bekannt.WIEN: Der Iran hat überraschend einer weiteren Inspektion seines im Bau befindlichen Schwerwasserreaktors bei Arak zugestimmt. Dies ist eines der Ergebnisse von Gesprächen, die eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in dieser Woche in Teheran führte. Wie in Wien mitgeteilt wurde, sollen Atominspekteure Ende Juli außerdem Informationen erhalten, die noch offene Fragen im Zusammenhang mit dem jahrzehntelang geheimen Nuklearprogramm Irans klären könnten. -- Dazu gehören unter anderem frühere Plutonium-Experimente. Entscheidungen über eine vollständige Überwachung der Urananreicherungsanlage bei Natans sollen im August fallen. PJÖNGJANG: Die nordkoreanische Militärführung hat direkte Gespräche mit den US-Streitkräften vorgeschlagen, die USA gleichzeitig aber auch gewarnt, weiter Druck auf Nordkorea auszuüben. An den bilateralen Militärgesprächen über Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel könnten auch die Vereinten Nationen teilnehmen, zitiert die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA den Leiter der Militärmission in der Demilitarisierten Grenzzone. Washington solle die Chance nicht verpassen. Sollten die USA aber ihre Strategie der "Erpressung" beibehalten, seien auch die jüngsten Vereinbarungen über den Ausstieg aus dem Atomprogramm in Frage gestellt, drohte die Führung Nordkoreas. WASHINGTON: Das von den Demokraten beherrschte US-Repräsentantenhaus hat noch einmal für den Beginn des Abzugs der amerikanischen Truppen aus dem Irak innerhalb von 120 Tagen gestimmt. Der Beschluss fiel trotz einer Vetodrohung von Präsident George W. Bush mit 223 gegen 201 Stimmen. Vor der Abstimmung hatte die Regierung in einem Zwischenbericht festgestellt, dass die irakische Führung bei der Umsetzung der von den USA geforderten politischen, militärischen und wirtschaftlichen Reformen nur geringe Fortschritte macht. --- Insbesondere würden zu wenig eigene irakische Sicherheitskräfte rekrutiert, die auch eigenständig agieren könnten. Zudem gelinge es der Führung in Bagdad nicht, die Milizen zu entwaffnen. BAGDAD: Amerikanische Truppen haben bei einer Razzia gegen mutmaßliche schiitische Extremisten in Bagdad nach eigenen Angaben auch sechs irakische Polizisten getötet. Das US-Kommando erklärte, bei der Militäroperation habe man zur Unterstützung Kampfjets einsetzen müssen. Außer den Polizisten seien auch mehrere "Terroristen" ums Leben gekommen. Bei der Razzia habe man den Anführer einer Terrorgruppe gefangengenommen, einen Polizeioffizier, der enge Beziehungen zu den iranischen Revolutionsgarden unterhalten habe. -- Bei einem Angriff von Aufständischen auf das Innenministerium wurden fünf Wachen getötet und mehrere verletzt. ISLAMABAD: Nach der blutigen Erstürmung der Roten Moschee in Islamabad hat Präsident Pervez Musharraf in einer Fernsehansprache dem Terrorismus in Pakistan den Kampf angesagt. Der Militärmachthaber rief zudem die Führer der tausenden Koranschulen auf, Mäßigung zu predigen. Vor Regierungsgebäuden und Moscheen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. An der Grenze zu Afghanistan, von wo aus die radikalislamischen Taliban operieren, sollen die Truppen aufgestockt werden. Die grenznahe Stadt Hangu wurde nach den jüngsten Anschlägen militanter Islamisten umstellt. BERLIN: Einen Tag nach dem Integrationsgipfel im Kanzleramt hat die Bundesregierung eine umfangreiche Aufklärungsaktion gestartet. Mit zehntausenden Plakaten will die Regierung in ganz Deutschland für die Integration von Mitbürgern ausländischer Herkunft werben. Die von der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer vorgestellte Aktion richtet sich nicht nur an die Allgemeinheit, sondern gezielt auch an Sportverbände und Schulen. Mit zusätzlichen Kampagnen wolle man vor allem türkisch-stämmige Familien über das neue Zuwanderungsrecht aufklären, sagte Böhmer.BERLIN: Auf Druck der Parteibasis müssen sich die Grünen auf einem Sonderparteitag Mitte September mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr befassen. Wie ein Parteisprecher mitteilte, berief der Bundesvorstand das Treffen auf Antrag von 44 Kreisverbänden ein. Mindestens zehn Prozent aller Kreisverbände -genau 44 - sind nötig, um eine außerordentliche Bundesdelegiertenkonferenz auch gegen den Willen der Parteiführung zu erzwingen. Parteiintern umstritten ist bei den Grünen vor allem der Einsatz deutscher Tornados in Afghanistan. Im Herbst muss der Bundestag über eine mögliche Verlängerung des Mandats entscheiden.BERLIN: Bund und Länder wollen in den nächsten fünf Jahren eine weitere Milliarde Euro für die Sanierung der Braunkohle-Altlasten in Ostdeutschland aufwenden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Finanzminister Peer Steinbrück und Vertretern der Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen unterzeichnet. Geplant ist, dass in den ehemaligen ostdeutschen Braunkohlerevieren neue Seenlandschaften entstehen. Auch in die Infrastruktur soll investiert werden.DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Anfangs dichte Wolken und örtlich etwas Regen. Im Tagesverlauf von Süden her Auflockerungen. Höchstwerte 20 bis 29 Grad.
also in: Braunkohle-Altlasten Bush Dax Deutsch Lernen Deutsche Bahn Deutschkurse GDBA GDL IAEO Integrationsgipfel Irak Iran Krümmel Musharraf Nordkorea Rote Moschee Sanierung Sonderparteitag Transnet Usa WETTER
Freitag, 29. Juni 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on June 29, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag LONDON: Knapp zwei Jahre nach den verheerenden Terroranschlägen in der britischen Hauptstadt hat die Polizei in der Londoner Innenstadt eine Autobombe entschärft. Die belebte Gegend um den Piccadilly Circus wurde mitten in der Hauptverkehrszeit gesperrt. Die Anti-Terror-Polizei nahm Ermittlungen auf. Laut Polizei bestand 'erhebliche Gefahr'. Es habe sich um eine 'große Menge' Sprengstoff gehandelt. Die neue Regierung von Premierminister Gordon Brown berief eine Krisensitzung von Sicherheitsexperten ein. Der Zwischenfall zeige, dass sich Großbritannien einer andauernden Gefahr gegenübersehe, sagte Brown. Bei den Terroranschlägen in London vom 7. Juli 2005 waren 56 Menschen ums Leben gekommen, darunter die vier Attentäter.BERLIN: Wenige Tage nach der SPD hat die Union ihr Konzept für betriebliche Bündnisse zur Mitarbeiterbeteiligung vorgestellt. Nach dem Willen von CDU und CSU sollen Geschäftsleitung und Belegschaft selbst bestimmen, welche Beteiligungsmodelle sie einführen wollen. Vorrang soll dabei aber die unmittelbare Beteiligung der Beschäftigten an ihrem jeweiligen Unternehmen haben. Ziel ist es, die Bindung an den Betrieb zu erhöhen und die Leistungsbereitschaft zu fördern. Die Sozialdemokraten hatten vorgeschlagen, die Arbeitnehmer über einen so genannten "Deutschlandfonds" indirekt am Firmenkapital zu beteiligen.BRÜSSEL: Amerikanische Behörden wie das FBI sollen ab August nur noch Zugriff auf 19 statt bisher 34 persönliche Daten von europäischen Flugreisenden haben. Das sieht ein von der EU-Ratspräsidentschaft mit den USA ausgehandeltes und von den 27 Mitgliedsstaaten gebilligtes Abkommen vor. Danach dürfen die Daten künftig 15 Jahre lang von den US-Behörden gespeichert werden statt bisher dreieinhalb. Washington will damit den Kampf gegen Terroristen stärken.BAGDAD: Bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille im Süden Bagdads sind fünf US-Soldaten getötet und sieben verletzt worden. Nach Angaben der amerikanischen Streitkräfte detonierte zunächst eine Bombe in der Nähe der Patrouille, anschließend gerieten die Soldaten unter Beschuss. Angesichts zunehmender Kritik an seiner Irak-Strategie hat US-Präsident George W. Bush zur Geduld gemahnt. Die seit Jahresbeginn vorgenommene Truppenaufstockung sei jetzt erst abgeschlossen. Erfolge im Irak will Bush zudem an der Situation in Israel messen. Dort würden durch Terroranschläge zwar seit Jahren unschuldige Menschen getötet, aber es gebe ein funktionierendes demokratisches System, und die Regierung komme ihren Verpflichtungen nach, sagte Bush. PJÖNGJANG: Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde haben sich nach ihrer Besichtigung des nordkoreanischen Atomreaktors Yongbyon zufrieden gezeigt. Die Nordkoreaner hätten sich sehr kooperativ verhalten, so die Inspektoren. Der Reaktor sei aber noch nicht stillgelegt. Anfang der Woche hatte sich Nordkorea bereit erklärt, die internationale Vereinbarung zur Schließung des Reaktors umzusetzen. Diese war im Februar erzielt worden. Damals hatte die kommunistische Regierung in Pjöngjang eingewilligt, den Reaktor im Gegenzug für wirtschaftliche und politische Zugeständnisse stillzulegen. Er produziert jedes Jahr genug Plutonium für eine Atombombe. BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Union und SPD aufgerufen, in der großen Koalition weiter eng zusammenzuarbeiten. Beide Parteien sollten sich auf die eigene Arbeit konzentrieren, um die Wünsche und die Erwartungen der Bürger auch zu erfüllen, sagte Merkel dem Fernsehen der Deutschen Welle. Als einen Arbeitsschwerpunkt für die zweite Hälfte der Legislaturperiode nannte Merkel die Beteiligung von Arbeitnehmern an Unternehmensgewinnen. Das sei ein Riesenprojekt. Außerdem sei es eine große Aufgabe, Energiepolitik und Klimaschutz zusammenzubringen, betonte die Kanzlerin in DW-TV.BERLIN: Innenminister Wolfgang Schäuble hat zum Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für sein Ressort eine positive Bilanz gezogen. Europa werde immer mehr zu einem gemeinsamen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Als wichtige innenpolitische Ergebnisse der vergangenen sechs Monate nannte Schäuble die Stärkung der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, eine bessere polizeiliche Zusammenarbeit sowie das Voranschreiten des interkulturellen Dialogs.GENF: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat der Militärregierung Birmas schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Tausende Gefangene seien zu oft gefährlicher Zwangsarbeit für das Militär verpflichtet worden, kritisierte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger in Genf. Das Militär habe zudem Lebensmittelvorräte von Bauern an der Grenze zu Thailand zerstört, Menschen aus ihren Häusern vertrieben, willkürlich Personen verhaftet und auch umgebracht. Zudem werde die Organisation bei ihrer Arbeit in dem asiatischen Land massiv behindert, erklärte der Präsident des Roten Kreuzes weiter. Eine solch deutliche, offene Kritik ist für die Hilfsorganisation ungewöhnlich, die sich zur Neutralität verpflichtet hat.ISLAMABAD: Durch schweren Monsun-Regen sind im Nordwesten Pakistans rund 60 Menschen ums Leben gekommen. Die starken Regenfälle überschwemmten Felder und lösten Erdrutsche aus. Viele Dächer von Holzhäusern im Gebirge seien nach tagelangem Regen eingebrochen. Die Behörden riefen die Menschen auf, sich aus der Nähe von Flüssen zurückzuziehen. Im Süden des Landes, der von einem Zyklon getroffen worden war, sind weite Teile der Provinz Balutschistan überschwemmt. Regionale Behörden gehen davon aus, dass mehr als 400.000 Menschen obdachlos sind. Das Militär startete eine Hilfsaktion. WELLINGTON: Heidelberg ist erneut mit dem Versuch gescheitert, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Das Welterbe-Komitee der UNESCO im neuseeländischen Christchurch wies den entsprechenden Antrag der Stadt zurück und forderte Heidelberg auf, den außergewöhnlichen Wert des Ensembles aus historischer Altstadt und Schloss deutlicher herauszustellen. Die Stadt hatte sich vor zwei Jahren schon einmal vergeblich um die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste beworben. Ob es im kommenden Jahr einen weiteren Anlauf geben wird, ist noch unklar. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten teilweise noch freundlich und meist trocken. Von Nordwesten immer mehr Wolken und gebietsweise Regen. Höchstwerte 17 bis 23 Grad.
also in: Birma CDU CSU Deutsch Lernen Deutschkurse Deutschlandfonds DW-TV EU Fbi Heidelberg IAEO IKRK Irak London Merkel Monsun Nordkorea Pakistan Schäuble SPD Unesco Usa WETTER
Donnerstag, 28. Juni 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on June 28, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag LONDON: Mit einer Kabinettsumbildung will der neue britische Premierminister Gordon Brown einen Politikwechsel einleiten. Nach übereinstimmenden Medienberichten werden mehrere Minister aus der Regierung ausscheiden, darunter auch Außenministerin Margaret Beckett. Als ihr Nachfolger ist der bisherige Umweltminister David Miliband im Gespräch. In den Mittelpunkt seiner Politik will Brown nach eigenen Worten die Themen Gesundheit, Bildung und den Kampf gegen die Kinderarmut stellen. Er war von Königin Elizabeth II. mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt worden, kurz nachdem der bisherige Premierminister Tony Blair sein Amt am Mittwoch niedergelegt hatte. LONDON: Der neue Sondergesandte des Nahost-Quartetts, der britische Ex-Premier Tony Blair, will bereits in Kürze seine Vermittlungsbemühungen aufnehmen. Er werde voraussichtlich schon im Juli in den Nahen Osten reisen, kündigte Blair an. Seine neue Aufgabe sei eine 'große Herausforderung'. Bei den Palästinensern war die Ernennung Blairs auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas die neue Rolle Blairs begrüßte, lehnte ihn die radikal-islamische Hamas als Vermittler ab. Die israelische Regierung sicherte Blair hingegen ihre Unterstützung zu. NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt immer weiter. Im Juni waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit knapp 3,7 Millionen Menschen ohne Arbeit, 712.000 weniger als vor einem Jahr. Als Grund nannte Agenturchef Frank-Jürgen Weise die anhaltend gute Konjunktur. Die Nachfrage nach Mitarbeitern sei weiter gestiegen. In Unternehmen seien 648.000 Stellen zu besetzen. In einigen Branchen fehlten bereits jetzt Fachkräfte. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 9,1 auf 8,8 Prozent. BERLIN: Die Bundesregierung will bis zum Herbst eine Lösung präsentieren, wie dem Facharbeitermangel in Deutschland begegnet werden soll. CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder sagte dem 'Handelsblatt', bevor Facharbeiter aus dem Ausland geholt würden, sollten zunächst Jugendliche in Deutschland ausgebildet werden. In den Schulen könnten bereits entsprechende Begleitprogramme angeboten werden, um den Start ins Berufsleben zu erleichtern. Kauder deutete zudem einen Positionswechsel von CDU/CSU bei der Aufenthaltsdauer und dem Familiennachzug hochqualifizierter ausländischer Fachkräfte an. Diese bräuchten eine längerfristige Perspektive. Auch könne es ihnen nicht zugemutet werden, fünf Jahre von ihrer Familie getrennt zu leben. PJÖNGJANG: Eine Delegation der Internationalen Atomenergie-Behörde ist zum nordkoreanischen Reaktor Yongbyon gereist, um die umstrittene Nuklearanlage zu inspizieren. Nach Angaben von Delegationsleiter Olli Heinonen wollen sich die Experten vor Ort darüber informieren, wie die zugesagte Schließung des Reaktors überprüft werden kann. Am Freitag wollen die Inspektoren nach Pjöngjang zurückkehren. Die nordkoreanische Führung hatte sich bereits im Februar grundsätzlich zur Einstellung des Betriebs in Yongbyon bereit erklärt. Im Gegenzug für den Stopp seines Atomprogramms waren dem kommunistischen Land wirtschaftliche und humanitäre Hilfen zugesagt worden. ULAN BATOR: Wirtschaftsminister Michael Glos hat deutsche Unternehmen aufgerufen, stärker in der Mongolei zu investieren. Bei einem Gespräch mit Ministerpräsident Mieagombo Enkhbold in der Hauptstadt Ulan Bator sagte er, er könne nicht verstehen, warum sich angesichts des Rohstoffreichtums deutsche Firmen nicht stärker in dem Land engagierten. 2006 betrug der Warenhandel zwischen beiden Länder nur 65 Millionen Euro. Die Mongolei besitzt große Vorkommen von Kupfer, Kohle, Eisenerz und Gold. Derzeit importiert Deutschland nur Kaschmirwolle und Fleisch. PEKING: Der europäische Flugzeugbauer Airbus fasst in China fest Fuß. Generaldirektor Fabrice Bregier unterzeichnete zwei Verträge über den Bau eines Endmontagewerks in der Hafenstadt Tianjin sowie die Zuteilung von 150 Maschinen des Typs A 320 an verschiedene chinesische Fluggesellschaften. Der Kauf der Maschinen war bereits im Oktober 2006 vereinbart worden. Das neue Airbus-Montagewerk soll im Sommer 2008 seine Produktion aufnehmen. An der Vertragsunterzeichnung in Peking nahmen auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und der Vizechef der chinesischen Reform- und Entwicklungskommission, Zhang Xiaoqiang, teil. WASHINGTON: Die irakischen Sicherheitskräfte sind auch nach milliardenschweren Investitionen der USA laut einem Bericht des US-Kongresses nicht in der Lage, ihre Aufgabe zu erfüllen. Trotz der Ausbildung hunderttausender irakischer Soldaten und Polizisten könnten diese nicht die Sicherheit des Staates garantieren, heißt es in der Analyse des Streitkräfte-Ausschusses. In dem Papier fordern 16 Parlamentarier der Republikaner und der Demokraten die amerikanische Regierung auf, den Kongress besser über Fortschritte bei der Ausbildung der Iraker zu informieren. JERUSALEM: Der scheidende israelische Präsident Mosche Katzav erhält eine Bewährungsstrafe wegen sexueller Belästigung von Mitarbeiterinnen. Wie Generalstaatsanwalt Meni Manus mitteilte, legte Katzav ein entsprechendes Schuldeingeständnis ab. Er soll nun von seinem Amt zurücktreten und Schadensersatz an die Klägerinnen zahlen. Im Gegenzug bleibt er von einer Anklage wegen Vergewaltigung und einer möglichen Haftstrafe verschont. - Die reguläre Amtszeit Katzavs endet ohnehin Mitte nächsten Monats. Zu seinem Nachfolger war vor zwei Wochen Friedensnobelpreisträger Schimon Peres gewählt worden. SANTIAGO DE CHILE: Perus ehemaliger Präsident Alberto Fujimori will sich in Japan um einen Sitz im Parlament bewerben. Ein Sprecher des 68-Jährigen teilte mit, dass Fujimori bei der Oberhauswahl Ende Juli für die rechtsgerichtete Neue Volkspartei kandidieren wolle. Der frühere peruanische Staatschef, der auch einen japanischen Pass besitzt, steht derzeit in Chile unter Hausarrest. Ihm droht die Auslieferung nach Peru, wo ihm der Prozess wegen Menschenrechtsverstößen und Korruption gemacht werden soll. Mit der Kandidatur in Japan will Fujimori offenbar seine Auslieferung verhindern. BRÜSSEL: Die EU-Kommission will allen indonesischen Fluggesellschaften die Landung in der Europäischen Union verbieten. Die 51 Airlines sollen auf die Liste unsicherer Fluglinien gesetzt werden, wie die Kommission in Brüssel mitteilte. Der zuständige Expertenausschuss habe sich zudem dafür ausgesprochen, die angolanische 'TAAG' und einen Frachtfluganbieter aus der Ukraine auf die Schwarze Liste zu setzen. Gelockert werden sollen hingegen Beschränkungen für die pakistanische Fluglinie PIA. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden weiter ungemütlich, sonst wechselnd bewölkt, im Süden auch länger sonnig. Kühl bei 14 bis 20 Grad. Am Mittag meldeten: Hamburg: 15°, nach Schauer;Berlin: 18°, wolkig;Dresden: 15°, stark bewölkt; Köln/Bonn: 14°, kurze Schauer;Frankfurt am Main: 17°, stark bewölkt und München: 17°, stark bewölkt.
also in: Airbus Alberto Fujimori Arbeitslosenzahl Belästigung China Deutschkurse Deutschkurse Deutsch Lernen EU-Kommission Facharbeitermangel Fluggesellschaften Gordon Brown IAEO Irak Israel Japan Kabinettumbildung Mongolei Mosche Katzav Nahost-Quartett Nordkorea Parlament Peru Pia Streitkräfte-Ausschuss Tony Blair WETTER
Mittwoch, 11. April 2007
from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on April 14, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch ALGIER: Aus der algerischen Hauptstadt wird eine Serie von Bombenanschlägen gemeldet. Korrespondenten berichten, einer der Sprengsätze sei vor dem Amtssitz des Regierungschefs im Zentrum Algiers explodiert. Der Tatort wurde von der Polizei abgeriegelt. Mindestens zwei weitere Bomben sollen in anderen Stadtvierteln detoniert sein. Angaben über mögliche Opfer liegen noch nicht vor. TOKIO: Erstmals seit sieben Jahren ist in Japan wieder ein chinesischer Regierungschef zu Besuch. Auf dem Programm von Ministerpräsident Wen Jiabao steht unter anderem ein Treffen mit seinem japanischen Kollegen Shinzo Abe. Der Besuch Wens in Japan soll vor allem dem Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder dienen. Differenzen bei der Bewertung japanischer Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkrieges sollen bei den Gesprächen bewusst ausgeklammert werden. DILI: Bei der Präsidentenwahl in Ost-Timor ist es keinem der Kandidaten gelungen, bereits in der ersten Runde die erforderliche absolute Mehrheit zu erzielen. Damit kommt es zu einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten, dem Kandidaten der regierenden Fretilin-Partei, Francisco Lu'Olo Guterres, und dem amtierenden Regierungschef Jose Ramos-Horta. Als Termin für die Stichwahl wurde der 8. Mai angesetzt. BEIRUT: Gut acht Monate nach den gescheiterten Kofferbomben- Anschlägen in Deutschland ist der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Haupttäter eröffnet worden. Das Verfahren vor einem Gericht in Beirut wurde allerdings bereits kurz nach der Eröffnung vertagt. Der angeklagte Libanese hat nach Angaben der Justizbehörden gestanden, zusammen mit einem Komplizen zwei mit Sprengstoff gefüllte Koffer in Regionalzügen am Kölner Hauptbahnhof deponiert zu haben. Die Kofferbomben waren nur wegen eines Konstruktionsfehlers nicht explodiert. Tatmotiv war angeblich die Veröffentlichung umstrittener Mohammed-Karikaturen in deutschen Zeitungen. WIEN/TEHERAN: Der Iran wird nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde frühestens in vier bis sechs Jahren in der Lage sein, eine Atombombe zu bauen. Deshalb gebe es noch viel Zeit für Diplomatie, sagte Behörden-Sprecherin Melissa Fleming im Deutschlandfunk. Zugleich äußerte sie Unverständnis darüber, dass die Führung in Teheran ihr Programm zur Uran-Anreicherung nicht offen lege. Zwar habe der Iran grundsätzlich ein Recht darauf, Atomanlagen zu betreiben. Dies gelte aber nur dann, wenn alles transparent und legal ablaufe, betonte Fleming. - Der Iran hatte am Montag erklärt, er könne angereichertes Uran nun im industriellen Stil produzieren. Die Europäische Union zeigte sich besorgt. KINSHASA: Rund drei Wochen nach den blutigen Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo hat Oppositionsführer Jean-Pierre Bemba das Land in Richtung Portugal verlassen. Zuvor war ihm eine offizielle Ausreisegenehmigung erteilt worden. Bemba hatte sich im März nach heftigen Kämpfen zwischen seiner Miliz und Regierungstruppen in die Botschaft Südafrikas geflüchtet. Der ehemalige Vizepräsident wurde des Hochverrats beschuldigt, seine Residenz völlig zerstört. Ende vergangenen Jahres hatte Bemba die Präsidentenwahl gegen Amtsinhaber Joseph Kabila verloren. BRÜSSEL: Die Europäische Union rechnet für das laufende Jahr mit weniger Flüchtlingen aus Afrika. EU-Entwicklungskommissar Louis Michel sagte der Zeitung 'Die Welt', er sei überzeugt, dass die Zahl der Flüchtlinge unter 30.000 sinken werde. Zugleich kündigte Michel schärfere Maßnahmen gegen illegale Migration an. So plane die EU hohe Strafen für Arbeitgeber, die illegale Flüchtlinge beschäftigten. BRÜSSEL: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat sich erneut für einen Ausbau des umstrittenen US-Raketenschirms auf europäischem Boden ausgesprochen. Angriffe seien nicht für alle Zukunft auszuschließen, sagte Jung in Brüssel zur Begründung. Er ergänzte, in das Vorhaben müssten die NATO und Russland einbezogen werden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte dagegen, Europa und die USA seien nicht durch feindliche Raketen bedroht. In der 'Financial Times Deutschland' schrieb er, keiner der so genannten Schurkenstaaten könne Europa durch Raketen gefährden. Das seien 'Hirngespinste'. BERLIN: Die Bundesregierung wird in dieser Legislaturperiode keine weiteren Steuern senken. Vorrang habe die Konsolidierung des Staatshaushaltes und für Bundeskanzlerin Angela Merkel gebe es keinen Anlass, von dieser Prioritätensetzung der großen Koalition abzurücken, bekräftigte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Er reagierte damit auf die von Wirtschaftsminister Michael Glos angestoßene Diskussion über Steuerentlastungen für Bürger. Der Vorstoß des CSU-Politikers hatte in der SPD für Unmut gesorgt, war aber auch unionsintern kontrovers diskutiert worden. BONN: Im Konflikt um die geplante Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeitern bei der Deutschen Telekom ist es in Berlin und Niedersachsen zu Warnstreiks gekommen. Rund 1.000 Beschäftigte sind an den Streiks beteiligt. Am Donnerstag wollen die Telekom-Führung und die Gewerkschaft Verdi ihre Verhandlungen über den Konzernumbau fortsetzen. Die Telekom will die Arbeitszeit der betroffenen Mitarbeiter ohne Lohnausgleich verlängern. Einstiegsgehälter sollen um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. KÖLN: Vier muslimische Organisationen in Deutschland haben einen gemeinsamen 'Koordinierungsrat der Muslime', kurz: KRM gegründet. Der Rat soll Ansprechpartner auch für die Bundesregierung sein. Das Bundesinnenministerium hatte vergangenes Jahr angemahnt, auf Seiten der Muslime fehle ein konkreter Ansprechpartner. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden viel Sonne. Im Norden und in der Mitte wolkig mit Auflockerungen, an der Küste auch heitere Abschnitte. Es ist wieder frühlingshaft mild mit Tageshöchstwerten zwischen 16 und 22 Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg und Berlin: 11 Grad, bewölkt;Dresden und Köln/ Bonn: 10 Grad, wolkig;Frankfurt am Main: 9 Grad, wolkenlos und München: 11 Grad, wolkenlos.
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