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Sonntag, 1. Juli 2007

Sonntag, 1. Juli 2007

from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on July 01, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag LONDON: Nach dem Anschlag auf den Flughafen von Glasgow und den Bombenfunden in London hat die britische Regierung um Verständnis für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gebeten. Die Bevölkerung müsse sich auf zusätzliche Kontrollen an Flughäfen und die Durchsuchung von Autos einstellen, sagte Premierminister Gordon Brown. Zugleich betonte der neue Regierungschef, Großbritannien lasse sich nicht einschüchtern. Bei einer Razzia in der nordenglischen Grafschaft Cheshire wurden in der Nacht zum Sonntag zwei Verdächtige festgenommen. Sie wurden inzwischen zum Verhör nach London gebracht. In Polizeigewahrsam befinden sich auch die beiden Männer, die am Samstag mit einem Geländewagen in ein Terminalgebäude des Glasgower Flughafens gerast waren. WASHINGTON: Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse in Großbritannien verschärfen auch die USA ihre Sicherheitsvorkehrungen im Flugverkehr. Reisende müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen. Auch andere Massentransportmittel sollen besser überwacht werden, wie die Regierung in Washington mitteilte. Dabei handele es sich um Vorsichtsmaßnahmen, auch mit Blick auf den bevorstehenden Nationalfeiertag am 4. Juli, sagte Heimatschutzminister Michael Chertoff. In Deutschland sollen die Sicherheitsvorkehrungen nach Auskunft des Bundesinnenministeriums nicht noch einmal verschärft werden. TEL AVIV: Bei Luftangriffen der israelischen Armee sind im Gazastreifen sieben Palästinenser getötet worden. Ein Militärsprecher teilte mit, bei allen Getöteten handele es sich um Mitglieder der militanten Palästinensergruppe 'Islamischer Dschihad'. Die Extremisten hätten Anschläge auf Israelis verübt oder geplant. Dagegen hieß es von palästinensischer Seite, drei der Toten seien Zivilisten gewesen. WASHINGTON: Die USA und Südkorea haben ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Dieses werde die ohnehin gute Partnerschaft zwischen beiden Ländern weiter verbessern, sagte US-Präsident George W. Bush. Zugleich forderte er den Kongress auf, den Vertrag zu ratifizieren, weil dadurch der Export angekurbelt werde. Kritiker befüchten hingegen Arbeitsplatzverluste in der amerikanischen Automobilbranche. HONGKONG: Am zehnten Jahrestag der Rückgabe Hongkongs an China haben in der früheren britischen Kronkolonie mehrere zehntausend Menschen für freie Wahlen demonstriert. Der Protestmarsch formierte sich nach einer Rede des chinesischen Staats- und Parteichefs Hu Jintao, die als indirekte Warnung an die Befürworter von mehr Demokratie gewertet wurde. Hu hatte erklärt, dass die nationale Einheit Chinas über den Einzelinteressen der heutigen Sonderverwaltungsregion Hongkong stehe. Zugleich würdigte er die Leistungen der Wirtschaftsmetropole. - Nach mehr als 150 Jahren britischer Herrschaft war Hongkong am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben worden. DHAKA: Bei einem Tropensturm im Golf von Bengalen sind zahlreiche Fischerboote gesunken. Nach Angaben der Behörden fehlt von etwa 40 Fischern aus Bangladesch jede Spur. Die Vermissten hatten Sturmwarnungen ignoriert. LISSABON: Portugal hat turnusgemäß für ein halbes Jahr die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernommen. Die deutsche Ratspräsidentschaft ist damit zu Ende. Wichtigste Aufgabe des portugiesischen Vorsitzes wird es sein, die Verhandlungen über den neuen EU-Grundlagenvertrag erfolgreich zu Ende zu führen. Der Vertrag war unter deutscher Federführung beim EU-Gipfel in Brüssel vereinbart worden. Zudem will Portugal die strategische Partnerschaft der Europäer mit Afrika sowie die Zusammenarbeit der EU mit Brasilien ausbauen. BERLIN: SPD-Fraktionschef Peter Struck hat sich gegen Überlegungen seiner Fraktion gewandt, die Elitesoldaten des "Kommandos Spezialkräfte" der Bundeswehr - kurz KSK - nicht mehr für den Einsatz in Afghanistan bereitzustellen. Er sei dafür, diese Soldaten weiterhin für den US-geführten Anti-Terror-Einsatz in Afghanistan zur Verfügung zu stellen, sagte Struck im Deutschlandfunk. Die bis zu 100 Mann der Spezialtruppe KSK sind allerdings in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr angefordert worden. Im Herbst will der Bundestag über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr entscheiden, die vor allem als Teil der internationalen Schutztruppe ISAF agiert. Verteidigungsminister Franz Josef Jung sprach sich gegen Vorschläge aus, die verschiedenen Mandate zusammenzulegen. BERLIN: Bei der Deutschen Bahn zeichnet sich ein flächendeckender Arbeitskampf ab. Nachdem sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auch bei einer letzten Verhandlungsrunde vor dem Ende der Friedenspflicht nicht auf einen Abschluss einigen konnten, kamen in Berlin die Gremien der Gewerkschaften Transnet und GDBA zusammen. Sie wollen über die Aufnahme des Streiks beraten. Die Arbeitgeber hatten bis zuletzt die Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn für die rund 134.000 Beschäftigten als nicht akzeptabel abgelehnt. KIEL: Nach den Störfällen in den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel hat die für Reaktorsicherheit zuständige Landesministerin von Schleswig-Holstein, Gitta Trauernicht, ein Ende der Debatte über den vereinbarten Atomausstieg verlangt. Die Unternehmen hätten bereits jetzt viel Zeit bei der Umstellung auf andere Energiearten verloren, sagte die SPD-Politikerin. Während das Atomkraftwerk Brunsbüttel wieder ans Netz gehen sollte, bleibt der Reaktor in Krümmel bis auf weiteres stillgelegt. KLAGENFURT: Der deutsche Schriftsteller Lutz Seiler hat den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen, eine der bedeutendsten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Die Jury in Klagenfurt würdigte mit ihrer Entscheidung vor allem Seilers bislang unbekannte Reisebeschreibung "Turksib". Der Bachmann-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es ist wechselhaft oder bewölkt, im Süden und Osten gibt es längere sonnige Abschnitte. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 19 und 28 Grad.Am Vormittag meldeten:Hamburg: 15 Grad, etwas Regen;Dresden: 19 Grad, wolkig;Berlin und Frankfurt/Main: 17 Grad, bewölkt;Köln/Bonn und München: 19 Grad, leicht bewölkt.
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Samstag, 30. Juni 2007

Samstag, 30. Juni 2007

from Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle on June 30, 2007
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Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag LONDON: Nach dem Fund von zwei Autobomben im Zentrum der britischen Hauptstadt hat die Polizei die Fahndung nach den Drahtziehern intensiviert. In die Ermittlungen seien inzwischen auch die Behörden anderer Länder ei ngeschaltet worden, heißt es aus London. Die geplanten Anschläge ließen die Handschrift der Terror-Organisation El Kaida erkennen, sagten Sicherheitsexperten. An den beiden Fahrzeugen, in denen Sprengsätze aus Benzin, Gaskanistern und Nägeln deponiert waren, konnten zahlreiche Spuren gesichert werden. Ausgewertet wurden auch die Bilder von Überwachungskameras. Die Bomben, die am Freitag eher zufällig entdeckt und dann entschärft wurden, hätten bei einer Explosion hunderte Menschen töten können. BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist in Berlin mit Kollegen aus fünf zentralasiatischen Staaten zusammengetroffen. Zum Abschluss der deutschen Ratspräsidentschaft will der Minister mit den Ressortchefs die neue Zentralasien-Strategie der Europäischen Union erörtern. Sie legt erstmals Leitlinien für ein stärkeres Engagement in der rohstoffreichen Region fest. Es handelt sich um die zweite derartige Zusammenkunft der EU mit Vertretern der Staaten Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Das erste Treffen hatte im März in der kaschischen Hauptstadt Astana stattgefunden. DILI: Ohne nennenswerte Zwischenfälle ist in Osttimor ein neues Parlament gewählt worden. Erste Ergebnisse werden nicht vor Anfang nächster Woche erwartet. Nach Einschätzung politischer Beobachter könnte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der bisherigen Regierungspartei Fretilin und der erst kürzlich von Ex-Präsident Xanana Gusmao gegründeten Partei 'Nationalkongress für den Wiederaufbau Osttimors' kommen. - Die frühere portugiesische Kolonie, die 2002 von Indonesien unabhängig wurde, ist einer der kleinsten und ärmsten Staaten der Welt. PEKING: Nach ihrem Besuch in Nordkorea haben sich Experten der Vereinten Nationen zuversichtlich gezeigt, dass das kommunistische Land den umstrittenen Atomreaktor Yongbyon bald schließen wird. Einen genauen Zeitrahmen gebe es aber noch nicht, sagte Delegationsleiter Olli Heinonen in Peking. Er und sein Team hatten den Reaktor am Donnerstag inspiziert. In Verhandlungen mit den USA, Russland, China, Japan und Südkorea hatte sich die nordkoreanische Führung bereit erklärt, ihr Atomprogramm zu beenden. Im Gegenzug wurde dem verarmten Land wirtschaftliche und humanitäre Hilfe zugesagt. BAGDAD: Die US-Truppen im Irak haben in einem Schiitenviertel der Hauptstadt Bagdad nach eigenen Angaben 26 Extremisten getötet. Etliche weitere Aufständische wurden bei dem Einsatz in Sadr City festgenommen. Die Extremisten hätten Verbindungen zu 'iranischen Terrornetzwerken' gehabt, teilte die US-Armee mit. Sie wirft den Aufständischen in Sadr City vor, Waffen aus dem Iran in den Irak zu schmuggeln. BAGDAD: Das US-Militär hat zwei seiner Soldaten wegen vorsätzlichen Mordes an Irakern angeklagt. Den Soldaten wird vorgeworfen, südlich von Bagdad drei Iraker erschossen zu haben. Anschließend sollen sie neben die Leichen Waffen gelegt haben, um den Eindruck zu erwecken, dass ihre Opfer bei Kämpfen getötet wurden. Die beiden Angeklagten warten derzeit in einem amerikanischen Militärgefängnis in Kuwait auf ihren Prozess. BERLIN: Der Bund will die Neuverschuldung rascher zurückfahren. Finanzminister Peer Steinbrück sagte, für das nächste Jahr seien neue Schulden von knapp 13 Milliarden Euro geplant. Das seien 40 Prozent weniger als die bisher veranschlagten 21,5 Milliarden Euro. Spätestens 2011 wolle der Bund ohne neue Schulden auskommen und einen ersten Überschuss erzielen, sagte der SPD-Politiker der "Berliner Zeitung". Dann könnte zumindest mit einem Teil dieses Überschusses begonnen werden, den Schuldenberg des Bundes von etwa 900 Milliarden Euro abzutragen. Steinbrück will seinen Haushaltsentwurf für 2008 am Mittwoch im Kabinett vorstellen. HANNOVER: Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff setzt sich dafür ein, dass die große Koalition sich noch in diesem Jahr bei der Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen einigt. Diese wichtige Frage sollte nicht als Wahlkampfthema für 2009 verheizt werden, sagte Wulff der Nachrichtenagentur dpa. Der CDU-Politiker erwartet, dass die Koalition aus den Vorschlägen von SPD und Union ein einheitliches Konzept erstellt, damit der Vermögensaufbau der Arbeitnehmer rasch vorankommt. Die Union will mit Steueranreizen für eine stärkere Beteiligung von Arbeitnehmern an den Unternehmen sorgen. Dagegen setzt die SPD auf einen öffentlich verwalteten Deutschlandfonds.KIEL: Nach dem Brand im Atomkraftwerk Krümmel wollen Experten an diesem Samstag zum zerstörten Transformator vordringen. Bisher hat die große Hitzeentwicklung die Sachverständigen davon abgehalten, die Brandstelle zu inspizieren. Die schweren Pannen in Krümmel und dem Atomkraftwerk Brunsbüttel haben die Debatte über die Nutzung der Kernkraft wieder angeheizt. Umweltschutzorganisationen forderten die Stilllegung der beiden betroffenen Atommeiler und einen schnellstmöglichen Atomausstieg in ganz Deutschland. - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel wies Forderungen der Stromkonzerne nach einem Aufweichen des Atomausstiegs zurück. Je länger ein Kraftwerk laufe, desto höher sei die Störanfälligkeit, sagte Gabriel. BRÜSSEL: In der Europäischen Union ist die so genannte Roaming-Richtlinie in Kraft getreten, die Preisobergrenzen für Mobilfunkgespräche im EU-Ausland vorschreibt. Künftig gilt für solche Anrufe ein einheitlicher Höchstpreis von 49 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer. Die Mobilfunkanbieter müssen jedem ihrer Kunden bis Ende Juli ein entsprechendes Angebot vorlegen. In den kommenden Jahren sollen die Preise weiter sinken. NEU DELHI: Heftige Monsun-Regenfälle haben den Verkehr in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay lahm gelegt. Straßen stehen unter Wasser, Zugverbindungen fielen aus und Flugreisende müssen mit Verspätungen rechnen. Im Osten Indiens flüchteten tausende Menschen vor einem tropischen Wirbelsturm, der sich vom Golf von Bengalen zum Festland bewegt. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte wechselnd bewölkt mit Schauern, in der Südhälfte zeitweise sonnig. An der Nordsee 16 Grad, sonst 19 bis 24 Grad.
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