Otto von Bismarck erweist sich als taktischer Machtpolitiker, skrupellos genug, um sowohl innen- als auch außenpolitisch ein System aus in sich widersprüchlichen Allianzen und Bündnissen zu knüpfen. So ist das Deutsche Reich bald mit jeder
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der europäischen Macht verbündet, wobei Frankreich die einzige Ausnahme darstellt. Nach einem Attentat auf den Kaiser leitet Bismarck innenpolitisch einen Kurswechsel ein. Neben den Katholiken sind nun die Sozialisten die neuen Reichsfeinde. Radikale Sozialistengesetze sollen die immer stärker werdende Arbeiterschaft in Schach halten und ihm Ruhe verschaffen. Doch damit spaltet Bismarck die Gesellschaft. Als er die Sozialistengesetze noch einmal verschärfen will, bremst ihn der junge Kaiser Wilhelm II. und drängt den alten Kanzler am 18. März 1890 aus dem Amt. Nachdem die Entlassung vollzogen ist, zieht sich Bismarck verbittert auf seinen Landsitz in den Sachsenwald bei Hamburg zurück. An den Folgen einer Lungenentzündung stirbt er dort am 30. Juli 1898.
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