Donnerstag, 6. September 2007
Donnerstag, 6. September 2007
BERLIN: Nach den vereitelten Terror-Anschlägen in Deutschland wird nach Angaben des show more...
BERLIN: Die Festnahme von drei mutmaßlichen islamistischen Terroristen hat den Streit über Online-Durchsuchungen in Deutschland neu angeheizt. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble verwies darauf, dass Terroristen übers Internet immer besser vernetzt seien. Unionsfraktionsvize Bosbach forderte die Schaffung eines Straftatbestands für so genannte terroristische Vorbereitungshandlungen, etwa die Ausbildung in einem Terrorlager. Dagegen warf die SPD der Union vor, die Festnahmen politisch ausnutzen zu wollen. Innenexperte Dieter Wiefelspütz sagte, die Sicherheitsbehörden hätten bei ihrem Fahndungserfolg mit herkömmlichen Mitteln erstklassige Arbeit geleistet.
ROM: Der italienische Startenor Luciano Pavarotti ist tot. Der 71-Jährige war vor einem Jahr wegen eines Krebstumors operiert worden und seit dem nicht mehr öffentlich aufgetreten. Pavarotti zählte zu den bedeutendsten Tenören des 20. Jahrhunderts. Seit den 90er Jahren waren er und die Opern-Stars Placido Domingo und José Carreras gemeinsam als "Die drei Tenöre" erfolgreich. Erst am Dienstag war Pavarotti für seine Verdienste um die italienische Kultur ausgezeichnet worden.
SYDNEY: Der Klimawandel steht erstmals im Mittelpunkt beim Treffen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC). Die 21 Mitgliedsstaaten streben gemeinsame Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen an. Den von US-Präsident George W. Bush und Australiens Premierminister John Howard vorgestellten Klimabemühungen erteilte China eine Absage. Die Volksrepublik unterstütze den Kampf gegen den Klimawandel, sagte Präsident Hu Jintao. Hauptakteur müssten aber die Vereinten Nationen bleiben. Zudem betonte er, dass Industrie- und Entwicklungsländer unterschiedliche Verantwortlichkeiten hätten. Bush und Howard hatten am Vortag erklärt, die USA und Australien wollten sich für ein neues Klimaabkommen einsetzen, das ein 'effektives Handeln von allen Hauptverursacherstaaten' vorsehe.
KABUL: Afghanische und internationale Truppen haben im Süden Afghanistans nach eigenen Angaben mehr als 40 mutmaßliche Taliban-Kämpfer getötet. Wie die US-Armee mitteilte, seien die Rebellen nach einem Angriff auf eine Patrouille in der Provinz Kandahar mit präzisionsgesteuerten Geschossen aus der Luft beschossen worden. Damit habe sich die Zahl der in den vergangenen zwei Wochen getöteten Aufständischen auf fast 200 erhöht.
BAGDAD: Bei einem US-Luftangriff auf ein Wohnviertel in der irakischen Hauptstadt sind mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Zehn weitere Menschen, darunter mehrere Frauen, seien verletzt worden, teilte das irakische Innenministerium mit. Mehrere Häuser seien bei dem Hubschrauber-Angriff zerstört worden. Das Wohnviertel soll eine Hochburg der Mehdi-Armee, der Miliz des radikalen Schiitenpredigers Moktada al-Sadr sein. Von US-Seite wurden zunächst keine Angaben gemacht.
ANKARA: Der 17-jährige Marco aus dem niedersächsischen Uelzen muss in der Türkei weiter in Untersuchungshaft bleiben. Der Prozess wurde erneut vertagt. Das Gericht im türkischen Ferienort Antalya habe ein neues medizinisches Gutachten in Auftrag gegeben, teilte einer der Anwälte Marcos mit. Dem Schüler wird vorgeworfen, im April in einem Hotel eine 13-jährige Engländerin sexuell missbraucht zu haben.
MÜNCHEN: Die seit Jahresbeginn gültige Kürzung der Pendlerpauschale verstößt möglicherweise gegen das Grundgesetz. Der Bundesfinanzhof als oberstes deutsches Steuergericht äußerte in einem Beschluss ernste Zweifel, dass die Neuregelung verfassungsmäßig sei. Seit diesem Jahr können Arbeitnehmer die ersten 20 Kilometer der Strecke zum Arbeitsplatz nicht mehr von der Steuer absetzen. Der Bundesfinanzhof bestätigte zudem die Entscheidung einer Vorinstanz, die einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz gesehen hatte und deshalb das Bundesverfassungsgericht anrief. Dieses trifft die endgültige Entscheidung über die von der großen Koalition umgesetzten Neuregelungen. Gegen die Kürzung der Pendlerpauschale hatten sich zahlreiche Bürger zur Wehr gesetzt und unterschiedliche Antworten von den Gerichten bekommen.
WASHINGTON: Der Schauspieler und frühere US-Senator Fred Thompson will für das Präsidentenamt in den USA kandidieren. Das erklärte der 65-Jährige Republikaner im Fernsehsender NBC. Thompson hatte in einigen Umfragen an der Spitze der republikanischen Bewerber für das US-Präsidentenamt gelegen. Zuletzt ging aber wieder der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudolph Guiliani in Führung. Mit Thompson steigt die Zahl der republikanischen Bewerber auf acht. Thompson wurde unter anderem durch die TV-Serie "Law and Order" bekannt.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südosten teils kräftiger Regen, sonst meist wechselhaft. Im Norden auch sonnige Abschnitte. Höchstwerte 13 bis 20 Grad Celsius.
