Sonntag, 2. September 2007
Sonntag, 2. September 2007
MOSKAU: In Russland wird am 2. Dezember ein neues Parlament gewählt. Einen show more...
BEIRUT: Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben etwa 20 Kämpfer der radikalislamischen Bewegung Fatah el Islam getötet. Die Islamisten hatten versucht, aus der seit Monaten umkämpften palästinensischen Flüchtlingssiedlung Nahr el Bared im Norden des Landes auszubrechen. Wie ein Armeesprecher sagte, gab es auf Seiten des Militärs zwei Tote. Die Kämpfe um die Siedlung hatten im Mai begonnen. Seitdem starben mehrere hundert Menschen. Die mehr als 30.000 Bewohner der Siedlung flohen.
SYDNEY: Der australische Premierminister John Howard hat einen Truppenabzug aus dem Irak erneut abgelehnt. Die 1.500 australischen Soldaten würden im Irak stationiert bleiben. Das sei auch eine Geste der Solidarität mit einem Verbündeten, der sich in Schwierigkeiten befinde, sagte Howard. In zwei Tagen wird US-Präsident George Bush in Australien erwartet. Er nimmt in Sydney am Gipfel der Pazifikanrainerstaaten (APEC) teil. Zu den 21 APEC-Staaten gehören auch China, Russland und Japan.
SEOUL: 19 von den afghanischen Taliban über Wochen festgehaltene Südkoreaner sind am Sonntag in ihre Heimat zurückgekehrt. Die Ex-Geiseln bedauerten nach ihrer Ankunft in Seoul, dass sie der südkoreanischen Regierung und der Bevölkerung Sorgen bereitet hätten. Zugleich zeigten sie sich dankbar, nach eineinhalb Monaten Geiselhaft zu ihren Familien zurückkehren zu dürfen. Die 23 christlichen Aufbauhelfer waren von radikal-islamischen Taliban-Rebellen Mitte Juli in Afghanistan entführt worden. Zwei Geiseln wurden getötet. Äußerungen der Taliban, nach denen für die Freilassung der Geiseln ein Lösegeld von 20 Millionen Dollar geflossen sei, wies die südkoreanische Regierung umgehend zurück.
FRANKFURT AM MAIN: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat Managern bei anderen Banken angesichts der internationalen Hypothekenkrise Fehler bei der Einschätzung von Risiken vorgeworfen. Dem 'Handelsblatt' sagte Ackermann, die Risiken, die einige Banken und Investoren eingegangen seien, hätten nicht in einem angemessenen Verhältnis zur Größe der Akteure gestanden. Gleichzeitig hätten sich institutionelle Anleger zu sehr auf das Urteil der Ratingagenturen verlassen. Deren Urteil könne aber immer nur ein Element in der Risikoanalyse sein und kein Ersatz dafür. Offenbar hätten sowohl die Marktteilnehmer als auch die Aufsichtsbehörden zu wenig über die Verteilung der Kreditrisiken im internationalen Finanzsystem gewusst.
KOPENHAGEN: Ein halbes Jahr nach den schweren Krawallen im Kopenhagener Stadtteil Nörrebro haben sich dort erneut rund tausend vorwiegend junge Randalierer Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Die Jugendlichen rissen in der Nacht zum Sonntag Steine aus dem Pflaster, setzten Müllcontainer in Brand, schlugen Schaufensterscheiben ein und plünderten ein Geschäft.
MEXIKO-STADT: Nach den heftigen Regenfällen des Tropensturms "Henriette" an der mexikanischen Pazifikküste haben die Behörden mehrere Todesopfer gemeldet. Allein in Acapulco im Süden des Landes kamen sechs Personen durch Erdrutsche ums Leben. --- Der Tropensturm "Felix" über dem Atlantik wurde zu einem Hurrikan hochgestuft. Nach Grenada richtete er auf weiteren Inseln vor der Küste Venezuelas Schäden an.
BERLIN: Ein neues Bildungszentrum der orthodoxen jüdischen Bewegung Chabad Lubawitsch ist im Berliner Stadtteil Wilmersdorf eröffnet worden. Neben Rabbinern aus 20 Ländern nahm auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier an der Einweihungsfeier teil. Juden hätten wieder Vertrauen in die Zukunft ihrer Traditionen in Deutschland, sagte der Direktor des Zentrums, Rabbiner Yehuda Teichtal. Höhepunkt der Zeremonie, an der auch Israels früherer Oberrabbiner Israel Meir Lau teilnimmt, ist die Vollendung einer handgeschriebenen Thora-Rolle. Chabad Lubawitsch hat weltweit rund 3.000 Zentren, die sich fast ausschließlich über Spenden finanzieren.
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd sonnig oder bewölkt, dabei weitgehend trocken. Im Norden dichtere Wolken und gebietsweise Regen. Höchsttemperaturen 17 bis 23 Grad.
Am Mittag meldeten:
Hamburg: 16°, stark bewölkt;
Berlin: 19°, wolkig;
Dresden: 18°, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 17, stark bewölkt;
Frankfurt am Main und
München: 18°, stark bewölkt.
